der Ausgestaltung des Festtages werden auch die Bereiche Schule und Geburtstag,Nationalsozialismus und Geburtstag und Geburtstag in der Werbung behandelt.Eine ausführliche Bibliographie sowie ein Verzeichnis der ausgestellten Objekterunden diesen Band ab und zeigen, wie wichtig es ist, Ausstellungen vom Vorhan-densein der Objekte einmal abzulösen und zu versuchen, Gegenwärtiges zu erfas-sen. Das Berliner Museum mit seiner vorbildlichen Aufarbeitung der Museumsob-jekte und allen Möglichkeiten eines gut ausgestatteten Hauses sowie ausgezeichne-ten freien Mitarbeitern hat dabei natürlich andere Möglichkeiten und Voraussetzun-gen als die meisten anderen volkskundlichen Museen, aber es ist doch immer wiedererfreulich, die interessanten Ausstellungen„ Im Winkel" zu besuchen und die umfas-senden Kataloge zu lesen!
Eva Kausel
Wolfgang Brückner( Hg.), Wallfahrt. Pilgerzeichen. Andachtsbild( Veröffentlichungen für Volkskunde und Kulturgeschichte 14), Würzburg 1982,279 Seiten Text.
Die vorliegende Studie versteht sich als Zwischenbericht der beiden in der BRDlaufenden Forschungsprojekte„ Pilgerzeicheninventarisation“ und„ Wallfahrts-inventarisation" in Hessen, Rheinland- Pfalz und Baden- Württemberg. Sie bildet dielogische Fortsetzung des ersten Zwischenberichtes„ Kurzkataloge der volkstümli-chen Kult- und Andachtsstätten der Erzdiözese Freiburg und der Diözesen Fulda,Limburg, Mainz, Rottenburg- Stuttgart und Speyer", erschienen 1982 als Band 13dieser Reihe.
Der Sammelband weist 13 verschiedene Arbeiten auf, die im Inhaltsverzeichnis invier verschiedene Themenbereiche gegliedert sind. Zum Thema„ Bildliche Quelle"stellt zunächst Heidemarie Gruppe das Projekt„ Pilgerzeichenkatalog" vor. Denumfangreichsten Beitrag des Bandes bilden die 167 Abbildungen und der dazu-gehörige Katalog der Baden- Württembergischen Wallfahrtsbildchen der SammlungHoffmann, die Beate Plück bearbeitet hat. Grundsätzliche Überlegungen stelltanschließend Hans Dünninger in seinem Beitrag„ Kleine Andachtsbilder als Indika-toren für Wallfahrt“ an. Mit der drucktechnischen Seite der Wallfahrtsbildchen be-faßt sich ein Beitrag von Horst Schopf.
Als zweiter und umfangreichster Themenbereich präsentieren sich die„ Literari-sche( n) und archivalische( n) Quellen", wo sich zuerst wieder Hans Dünninger Ge-danken über die Grenzen der Auswertbarkeit von Sekundärliteratur für die Wall-fahrtsinventarisation macht. In weiteren Beiträgen gehen Alois Döring und HorstSchopf auf verschiedene Probleme bei der Inventarisation von Kult- und Andachts-stätten an Hand konkreter Beispiele ein. Letztgenannter bearbeitet auch ein un-datiertes Wallfahrtsverzeichnis aus dem 16. Jahrhundert. Durch genaue Textanalyseund Aufhellung der politischen Zusammenhänge gelingt es dem Autor, die Ent-stehung der Handschrift auf die Jahre 1556/57 zu fixieren. In einer weiteren Ab-handlung diskutiert Hans Dünninger den Wallfahrtsbegriff des Reformationszeit-alters.
Den dritten Themenkreis„ Schriftliche Befragung" bilden zwei Arbeiten vonHorst Schopf und Alois Döring, die wiederum an konkreten Beispielen auf dieProblematik der Fragebogenerhebung zum Projekt„ Wallfahrtsinventarisation"
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