2. Vgl.( in Auswahl): H. Baltl, Rechtsarchäologie des Landes Steiermark. Graz- Köln 1957; Ders., Österreichische Rechtsgeschichte. Von den Anfängen bis zurGegenwart. Graz 1972 19774.
3. A. Thaer, Einleitung zur Kenntnis der englischen Landwirtschaft und ihrerneueren praktischen und theoretischen Fortschritte. Hannover 1801( geschrieben1795); 2. Aufl.( Raubdruck), Graz 1802; Ders., Grundsätze der rationellen Land-wirtschaft. Wien 1810.
4. H. Baltl, Paul Adlers Reise nach Klagenfurt. Ein Beitrag zur Landwirtschafts-geschichte. In: Siedlung, Macht und Wirtschaft. Festschrift für Fritz Posch zum 70.Geburtstag(= Veröffentlichungen des Steiermärkischen Landesarchivs 12). Graz1981, S. 553-566.
5. Vgl. zu diesem Aspekt: L. Kretzenbacher, Erzherzog Johann und dieVolkskultur der Steiermark. In: Pickl( wie Anmerkung 1), S. 217-231, bes. 225 f.6. L. Kretzenbacher, Armut und Elend in der Steiermark nach englischen unditalienischen Reiseberichten zwischen 1748 und 1828. In: Bauen- Wohnen- Gestal-ten. Festschrift für Oskar Moser zum 70. Geburtstag. Trautenfels 1984, S. 333-347.
Helmut Ottenjann und Günter Wiegelmann( Hrsg.), Alte Tagebücher undAnschreibebücher. Quellen zum Alltag der ländlichen Bevölkerung in Nord-westeuropa(= Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, herausgegebenvon der Volkskundlichen Kommission für Westfalen, Landschaftsverband West-falen- Lippe, Heft 33). Münster 1982. VIII+ 292 Seiten.
Beiträge folgender Autoren: Bjarne Stocklund, Karen Schousboe, JankenMyrdal, Alfred Höck, Marie- Luise Hopf- Droste, Ernst Hinrichs, Len-dert van Prooije, Gudrun Garmsen, Poul Balle- Petersen, Helmut Ot-tenjann, Hermann Kaiser, Karl- Sigismund Kramer, Klaus- J. Lorenz-Schmidt und Elke Berner.( Die Reihe der Namen ist jene der inhaltlichen Ab-folge der Einzelartikel des Bandes.)
Als 33. Band der Reihe der Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschlandstellt der vorliegende Band in 14 Aufsätzen wiederum Mikrostudien über das All-tagsleben der Bevölkerung besonders in Nordwestdeutschland, aber auch in den kul-turell vergleichbaren Ländern Dänemark, Niederlande und Schweden vor. Dergeographische Raum der Studien ist durch die Reihe lose begrenzt, ebenso ist dasZiel der Studien bereits durch jenes der Reihe vorgegeben: Die Erforschung desLebens der Menschen jener Region mittels aller erreichbaren Quellen.
Bei dieser Veröffentlichung stehen Bauern, ländliche Handwerker und Taglöhnerdes 18. und 19. Jahrhunderts im Mittelpunkt des Interesses. Als Untersuchungs-grundlage fungieren Tagebücher, Anschreibebücher und Arbeitsjournale. Quellenalso, die nicht über die Untersuchungsgruppe, sondern von jener selbst verfaßt wur-den. Das heißt allerdings, daß hier nicht objektive oder um Objektivität bemühteQuellen vorliegen, die detailgetreue Schilderungen jener Zeit und ihrer sozialenProbleme geben. Journale sind subjektive Zeitzeugnisse, die, vorgefiltert durch dieVerfasser, nur jene Fakten verzeichnen, die sie für notwendig und bemerkenswertersahen. Gerade diese spezielle Art der Quellen bietet dem Volkskundler, diesmacht jener Band deutlich, die Möglichkeit, dem Selbstverständnis niederer
363