Jahrgang 
87 (1984) / N.S. 38
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quellen, Kartographien- Atlanten, Wörterbücher, Audiovisuelle Dokumentation)herausheben und auf das umfangreiche Kapitel E. Museen, Sammlungen usw."hinweisen. In beiden ist doch eine gewaltige Fülle an ausdauernder und praktischerArbeit auch für die Volks- und Weiterbildung und für die allgemeine Öffentlichkeitausgewiesen; auch sie, übrigens wie alle wissenschaftliche Publikationstätigkeit,durchaus keine Selbstverständlichkeit, sondern ein gewaltiges Stück Einsatz, per-sönlicher Anstrengung und Aufopferung, von denen in der Hast des Tages und imlauten Tageskampf der meist viel belangloseren Posaunentöne keiner spricht. Vondenen, deren Fleiß und Arbeit sich in unserer Bibliographie niederschlägt, sind weitüber 90% ,, ehrenamtliche" Sammler, Beiträger und Forscher, während die wenigenberufstätigen Volkskundler, die es bei uns leider nur gibt, fast durchwegs unter völli-ger Überlastung und Überbeanspruchung leiden. Auch dieses sollte man sich einmalvor Augen halten, wenn man hoffentlich auch da und dort an kompetenten Ortendurch die Spalten dieser volkskundlichen Bibliographie aus Österreich blättert: Esist lediglich die Ernte zweier Jahre, und es ist eine schöne Ernte!

Oskar Moser

Heinrich Kuhn, Sudetendeutsche Heimatsammlungen. Museen, Archive,Galerien, Bibliotheken, Heimatstuben, Privatsammlungen. Hrsg. vomSudetendeutschen Archiv. München, Aufstieg- Verlag, 1983, 286 Seiten, Abb.,80 Kart.

Das vorliegende Verzeichnis enthält Angaben zu allen kulturellen Heimatsamm-lungen der sudetendeutschen und sachbezogenen Einrichtungen, deren Sammlun-gen oder Bibliotheksbestände einen überwiegenden Bezug zum Sudetendeutschtumhaben; jedoch fanden große Zentralsammlungen keine Aufnahme wegen ihreswie es in der Einführung heißt- integralen Sammlungscharakters, leider wurdenauch eine Reihe bedeutender volkskundlicher Sammlungen in diese Publikationnicht aufgenommen. In Österreich fehlen vor allem die Österreichische National-bibliothek und das Österreichische Museum für Volkskunde, obzwar das Volks-kundemuseum vor Jahren sogar eine einschlägige Egerland- Ausstellung gestalteteund natürlich genügend Sachzeugnisse zu den angegebenen Themen besitzt. Beieiner eventuellen Neubearbeitung sollte man sich meines Erachtens doch entschlie-Ben, eine wenigstens knappe Übersicht auch dieser relevanten Sammlungsinhaltegroßer Zentralmuseen und Sammelinstitutionen zu geben. Interessant erscheint mirdas auf Seite 6 klar formulierte Ziel dieser von den Landsmannschaften gefördertenSammlungen, nämlich durch sie ,, das Recht auf die angestammte Heimat zu erhal-ten, das kulturelle Erbe der Väter zu bewahren". Alle in dieser Publikation erwähn-ten Sammlungen bemühen sich insgesamt, alles Sammelnswerte aufzunehmen sowiewenn möglich auch kulturelle Sachgüter aus Privatbesitz zu erhalten. Soweit ichsehe, sind die in Österreich befindlichen sudetendeutschen Museen und Sammlun-gen vollständig erfaßt, auch Privatsammlungen wurden angeführt. Übrigens erwäh-nenswert ist in diesem Zusammenhang, daß es in Österreich noch weitere Sammlun-gen des Auslandsdeutschtums gibt, wie z. B. das Österreichische Sprachinsel-museum. Umfassende Register( Verzeichnis der kulturellen Heimatsammlungen,Standorte der Heimatsammlungen, regionale und sachliche Übersicht der Heimat-sammlungen, darunter Facharchive, überregionale Galerien und Museen sowie eineZusammenstellung privater Heimatsammlungen) erschließen den Inhalt. Ein

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