Jahrgang 
87 (1984) / N.S. 38
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Literatur der Volkskunde

Österreichische volkskundliche Bibliographie. Verzeichnis der Neuerscheinungenfür die Jahre 1979 und 1980 mit Nachträgen aus den vergangenen Jahren. Unterder Leitung von Klaus Beitl bearbeitet von Margarete Bischoff u. v. a.( Österreich. volkskundliche Bibliographie, Folge 15-16). Wien, Verband derwissenschaftlichen Gesellschaften Österreichs, 1984, 337 Seiten.

In einigem Abstand ist nun erfreulicherweise dieser neue Band der Österreichi-schen volkskundlichen Bibliographie erschienen. Er holt etliches von früher nachund erfaẞt die Jahre 1979 und 1980. Leider muß der Herausgeber im Vorwort wiedereinige Umstellungen im Mitarbeiterstab wegen Arbeitsbelastung anderwärts" an-zeigen; so scheidet Hans Grießmair, der Hauptredakteur des, Schlern", für Süd-tirol aus, was wir besonders bedauern; dagegen sind Eva Kausel( Wien) undMargot Schindler( Wien) in die Bibliographische Arbeitsgemeinschaft diesesUnternehmens eingetreten. Neben der wenig dankbaren und heiklen Hilfe der bis-herigen Mitarbeiter, die dieses unentbehrliche Nachschlagewerk für den wissen-schaftlichen Arbeiter in bewährter und verläßlicher Weise tragen, muß der entschei-denden Arbeitsleistung von Frau Margarete Bischoff auch hier dankbar gedachtwerden, die wie immer die Literaturnachlese für Gesamtösterreich und die unent-behrlichen Register zur Bibliographie bearbeitet.

Der Herausgeber, Klaus Beitl, vermag im Vorwort von dem erneuten Anwach-sen der Zahl erfaßter Titel auf insgesamt 1959( gegenüber zuletzt 1660) zu berichten,so daß die angekündigte Planung eines Dreifachbandes aus Platzgründen unter-bleiben mußte, man nun aber immerhin bis 1980 nachgeholt hat. Man kann also nurwünschen, daß diese in relativer Stille und Bescheidenheit geschaffene große Lei-stung und die Arbeitskapazität im Interesse des Faches auch weiter vorhalten, undmuß zugleich allen, namentlich auch den materiellen Förderern der Bibliographienachhaltig danken und ihnen gegenüber auch den großen Nutzen dieses Instrumentsim Interesse der Wissenschaftsgeltung Österreichs unterstreichen. Ein Blick in dielange Reihe der aufgezählten großen und kleinen Publikationen und Beiträge bestä-tigt ja nicht nur die länderweite Präsenz des Faches und seine Vielseitigkeit als sozial-historische Grundwissenschaft, er kündigt manche neu beschrittenen Wege in derVolkskunde Österreichs an und vermerkt die Vollendung anderer großer und blei-bender Unternehmen, wie die des Österreichischen Volkskundeatlasses.

Vielleicht sollte man auch die Berücksichtigung der Abschnitte 2 bis 6 im Ein-leitungsteil zur Gesamtvolkskunde, A. Quellenkunde"( Archival. Quellen, Bild-

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