Chronik der Volkskunde
Karl Ilg zu seinem 70. Geburtstag
Wir dürfen es noch der Mühe des von uns allen hochgeschätzten FachkollegenDr. Peter Stürz, Oberassistent am Institut für Volkskunde der Universität Inns-bruck, den in diesem Herbst ein früher Tod ereilt hat, danken, die Zusammenstel-lung der Beiträge zu diesem Heft unserer Zeitschrift besorgt zu haben. AusgewählteThemen zur Volkskunde von Tirol zusammen mit der weiter unten angefügten bio-und bibliographischen Dokumentation sind gedacht als eine Würdigung seines Leh-rers Univ.- Prof. Dr. Karl Ilg, der am 23. Dezember 1983 sein 70. Lebensjahr vollen-det hat und welcher mit dem Ende des Sommersemesters 1984 als Vorstand des Insti-tuts für Volkskunde der obengenannten Universität emeritiert wurde. Karl Ilg ge-hört in dieser Eigenschaft und auch als Vorsitzender des Österreichischen Fachver-bandes für Volkskunde geradezu ex officio seit mehr als zwei Jahrzehnten dem Aus-schuß des Vereins für Volkskunde in Wien an und hat dort stets auch zur Entwick-lung der Österreichischen Zeitschrift für Volkskunde beigetragen, sei es zu wieder-holten Malen als Autor, sei es in beratender und unterstützender Tätigkeit. So er-blickt die Schriftleitung der Zeitschrift denn auch in der Widmung dieses Heftes anKarl Ilg nicht allein ein den Möglichkeiten des Vereins für Volkskunde in Wien ent-sprechendes Zeichen des Dankes an den emeritierten Ordinarius der Tiroler Lan-desuniversität, sondern auch die Einlösung einer Ehrenpflicht gegenüber dem umdas Zustandekommen dieser kleinen Festschrift noch sehr verdienten, nun abernicht mehr unter uns weilenden Fachkollegen Dr. Peter Stürz.
Klaus Beitl
Leben und Werk von Karl Ilg
Am 23. Dezember 1983 feierte der Vorstand des Instituts für Volkskunde( Euro-päische Ethnologie) an der Tiroler Landesuniversität, Univ.- Prof. Dr. Karl Ilg, dieVollendung seines 70. Lebensjahres. Der gebürtige Dornbirner studierte an der Uni-versität Innsbruck die Fächer Geographie( bei Prof. Kinzł), Geschichte und Volks-kunde( vor allem bei Stolz und Wopfner) und Philosophie. Im Jahre 1937 promo-vierte Karl Ilg zum Dr. phil. mit einer Dissertation über die Reformen der Verwal-tung für Vorarlberg während der Regierungszeit der Kaiserin Maria Theresia. Esfolgten Studien in Rom, München und Freiburg, wo er 1938 bei Prof. F. Metz
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