Jahrgang 
87 (1984) / N.S. 38
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Lebens- und Arbeitsweise derBrandenberger ,, Holzknechte"

Ein historisch- volkskundlicher Abriß

Von Gerd Auer

( Mit 1 Planskizze und 3 Abbildungen)

Die Arbeitervolkskunde war stets ein besonderes Anliegenunseres Jubilars während seiner jahrzehntelangen wissenschaft-lichen Tätigkeit als Forscher und Lehrer.

Dieser Beitrag soll einen-wenn auch begrenzten- Einblick indie Lebens- und Arbeitsweise eines Berufsstandes vermitteln,welcher über Jahrhunderte die Bewohner meiner Heimat, desBrandenberger Tales, wesentlich geprägt hat.

Das Brandenberger Tal

Das Brandenberger Tal ein Seitental des Inntales durch-schneidet das Massiv der nördlichen Kalkalpen in nord- südlicherRichtung und mündet bei Kramsach im Unterinntal in dasHaupttal.

Rund 5 km nördlich der Staatsgrenze entspringt auf bayrischemGebiet, im Spitzingsee, die Brandenberger Ache, welche sich imLaufe der Jahrtausende ihren 30 km langen, schluchtenreichenWeg in das Inntal gebahnt hat. Das Brandenberger Tal ist damit daslängste der drei nördlichen Seitentäler des Inntales.

Brandenberg ist, wie der Name schon vermuten läßt, einRodungsort mit aus Schwaighöfen entstandenen Bauerngütern.Erste konkrete urkundliche Belege einer Besiedelung scheinen im12./13. Jahrhundert auf.¹)

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