Hessische Bauern- und Bürgerhäuser. 2. Der Einfluß der Landesordnungen aufdas Bauwesen. In: Hessenland, 53, 1942, S. 44–50.
Alt- Melsunger Bürgerhäuser. Privatdruck( 1944).
Maẞverhältnisse Hessisch- Waldeckischer Bauernhäuser. Privatdruck( 1944).( Gemeinsam mit Hans Retzlaff.) Hessische Bauerntrachten. Marburg 1949.Kassel vor dem Feuersturm. Kassel o. J.( 1950); 2. Ausg. mit einem Nachwort vonGerman M. Vonau: Zehn Jahre danach. Kassel o. J.( 1953).
Geometrische Grundformen in einem mittelfränkischen Bauernhaus. In: Hessi-sche Bl. f. Volkskunde, 41, 1950, S. 209-211.
Ein Gang durch Großenritte. Betrachtungen über das niederhessische Bauern-haus. In: Heimatkalender. Kreis Kassel 1950, S. 64-67.
( Gemeinsam mit Hans Retzlaff.) Die Rhön. Königstein i. T., o. J.( 1951)( Lange-wiesche- Bücherei).
Maẞverhältnisse vorgeschichtlicher Bauten. In: Germania, 30, 1952, S. 69–76.Entartungserscheinungen der Volkstracht. In: Zeitschr. f. Volkskunde, 51, 1954,
S. 165-168.
Germanischer Schmuck. Mit Holzschnitten d. Verf. Kassel 1957.
Kassel einst und jetzt. Ein Bildbuch mit Beiträgen von Rudolf Helm, Karl Kalt-wasser, Kurt Milte. Kassel o. J.( 1960). 4. Aufl. 1965.
Hessische Vorratskörbe. In: Zeitschr. f. Volkskunde, 56, 1960, S. 12-19.Bauprojekte des Landgrafen Moritz. In: Zeitschr. des Vereins f. hessische Ge-schichte und Landeskunde, 75/76, 1964/65, S. 185-190.
Zum Untergang der Tracht in Niederhessen: Letzte Lebensäußerungen. In: Hes-sische Bl. f. Volkskunde, 56, 1965, S. 95-100.
Das Bürgerhaus in Nordhessen. Tübingen 1967( Das deutsche Bürgerhaus, 9).Bernward Deneke, Nürnberg
Bruno Schier zum Gedenken
Am 9. Februar 1984 ist in Münster in Westfalen der em. o. Professor für deutscheund vergleichende Volkskunde Bruno Schier nach längerem Leiden an den Folgeneines Schlaganfalles verschieden. Mit dem Verewigten ist ein großer Gelehrter undein gütiger, liebenswerter Mensch dahingegangen, ein Forscher, der sein wissen-schaftliches Werk mit jener Wesensschau des Volkes zu durchdringen vermochte,wie sie nur dem Grenz- und Auslandsdeutschen gegönnt ist, ein Mann, der seinemVolke als natio und als vulgus in gleicher Weise zugetan war, ein Freund des Gutenund Schönen, der die Natur, die Kultur und die Kunst mit der gleichen demütigenAndacht liebte, die seinen Landsmann Adalbert Stifter auszeichnete.
Bruno Schier wurde am 17. Dezember 1902 in der kleinen nordböhmischen StadtHohenelbe am Fuße des Riesengebirges hart an der deutsch- tschechischen Sprach-grenze geboren. Damit war der Lebensweg dieses deutschen Altösterreichers vorge-zeichnet, ein Lebensweg zwischen Ost und West, zwischen seiner sudetendeutschenGeburtsheimat und seiner westfälischen Wahlheimat, ein Weg, in dem sich die ganzeTragik der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts mit allen Höhen und Tiefenspiegelt. Als Kind eines Wagnermeisters erlernte er das väterliche Handwerk,besuchte gleichzeitig das Gymnasium und gründete eine Ortsgruppe des Wander-
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