zur Verfügung. Die Tagungseröffnung fand auf Schloß Trautenfels im Rahmen einesEmpfanges der Stiftung FVS zu Hamburg und der Eröffnung der Sonderausstellung,, Volksmusik im Bezirk Liezen" statt. Des weiteren wurden die Tagungsteilnehmerbeim Landeshauptmann- Empfang in der Hotelfachschule in Aigen von Bezirks-hauptmann Wirkl. Hofrat Dr. Manfred Meier herzlich zum Abendessen begrüßt,und Bürgermeister Ing. Erich Meinx ließ es sich nicht nehmen, die Wissenschaftlerzu einer kleinen Feier am ,, Dachsteinblick" in Wörschachwald einzuladen. Abgerun-det wurde das Rahmenprogramm durch eine Besichtigung der Stiftsbibliothek inAdmont, von der alle sehr beeindruckt waren.
Von nicht geringer Bedeutung ist die Tatsache, daß viele Wissenschaftler aus denOstblockstaaten und anderen Erdteilen an der Tagung teilnehmen konnten. Es wur-den neue Kontakte geknüpft, und man lernte die Probleme und den Stand der Volks-musikforschung in für uns nicht so leicht zugänglichen Ländern kennen.
Planung, Organisation und Einladung oblagen dem Institut für Musikethnologiean der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz, dessen OrdinariusProf. Dr. Wolfgang Suppan mit seinen Mitarbeitern in der Abschlußsitzung denDank der Tagungsteilnehmer für den reibungslosen und freundlichen Ablauf derVeranstaltung entgegennehmen konnte.
Die nette Atmosphäre und die gute Unterkunft auf der Pürgg am Fuße desGrimming, aber auch die Fülle und Qualität der Ergebnisse trugen dazu bei, daß sichjeder Teilnehmer wohl fühlte und mit den besten Erinnerungen an die Tagung inPürgg und aufgefrischtem Arbeitseifer wieder nach Hause fuhr.
Bernhard Habla, Graz
Bericht zum 17. Internationalen Hafnerei- Symposium des Arbeitskreises fürKeramikforschung vom 10. bis 15. September 1984 in Klagenfurt/ Kärnten
Trotz des im südöstlichen Österreich vielleicht etwas entfernt gelegenen Tagungs-ortes trafen sich zeitweise über 50 aus- und inländische Teilnehmer bei durchwegsschönem Wetter. Der einführende Beitrag von S. Zabehlicky- Scheffenegger überdie ,, Römerzeitliche Keramik in Kärnten“ und die archäometrische Untersuchungvon G. Duma zur„ Analytik spätgotischer Bausteine aus Buda“ zeigen ebenso denweiten thematischen Rahmen der Veranstaltung wie die Beiträge zur Interpretationvon„, Tonkrügen im Giebel Kärntner Landkirchen"( Oskar Moser) oder die ,, Hand-werksordnungen“( G. Kohlprath).
Der erste Schwerpunkt der Tagung konzentrierte sich auf die Kärntner Keramikmit besonderer Berücksichtigung der noch weitgehend unerforschten reduzierendgebrannten Irdenware( Schwarzware, Schwarzkeramik). Hohes Interesse fandeneinerseits die reichen archivalischen Hinweise auf die„ Hafner in Klagenfurt"( I. Koschier) und andererseits die Geschirre, die von K. Eisner in einer in diesemUmfang wohl erstmalig zusammengestellten Gruppierung im Freilichtmuseum inMaria Saal( Exkursion, einschließlich eines überaus gastfreundlichen Empfangesdurch den Bürgermeister der Gemeinde) in gelungener Weise präsentiert wurde.Die bisher sehr geringe Anzahl einschlägiger Veröffentlichungen zum einheimischenSchwarzgeschirr wurde in diesem Zusammenhang durch einen ausführlichenBegleittext von K. Eisner erweitert. Diese Einführungen zum Forschungsstand
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