Jahrgang 
87 (1984) / N.S. 38
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Mitteilungen

Lehrplanentwurf für den Unterrichtsgegenstand Volkskunde anHöheren land- und forstwirtschaftlichen Bundeslehranstalten

Von Olaf Bockhorn, Helmut Eberhart, Franz Grieshofer, Hans Lunzer,Oskar Moser, Martha Sammer und Karl Santner

Im Zuge einer Neugestaltung der Lehrpläne für die genannten Schulen ist dasBundesministerium für Unterricht und Kunst im Frühjahr 1983 an Martha Sammer( die viele Jahre an einer der Schulen u. a. auch Volkskunde unterrichtete) mit derBitte herangetreten, einen Lehrplan für Volkskunde auszuarbeiten. Die Genanntehat daraufhin im Rahmen der am 13. Mai 1983 stattfindenden Hauptversammlungdes Österreichischen Fachverbandes für Volkskunde die Bildung einer Kommissionbeantragt, welche einen entsprechenden Entwurf erstellen sollte. Dieses aus den Be-richterstattern bestehende Gremium hat in drei ganztägigen Arbeitssitzungen, wel-che unter der Leitung von M. Sammer im Bundesseminar für das landwirtschaftlicheBildungswesen in Wien/ Ober- St. Veit am 13. und 23. Juni sowie am 9. September1983 stattfanden, einen Lehrplanentwurf formuliert, der in der Folge dem Bundes-ministerium übermittelt wurde. In einem Begleitschreiben wurden auch gewisse Be-denken gegenüber der in Aussicht genommenen Stundenverteilung geäußert: wäh-rend an den vier Anstalten für landwirtschaftliche Frauenberufe in zwei Jahrgängeninsgesamt drei Stunden Volkskunde vorgesehen sind( eine Stunde Pflicht-, zweiStunden Freifach), so ist der Unterrichtsgegenstand an sieben der acht anderenSchulen nur als zweistündiges Freifach geplant. Die Kommission vertrat die Mei-nung, daß eine für alle Typen gültige Regelung getroffen werden sollte( etwa im3. Jahrgang 1-2 Stunden obligat, im 4. Jahrgang 2 Stunden Freifach). In einem Briefan den zuständigen Bundesminister wurden auch Möglichkeiten und Bereitschaftbetont, den Lehrplan allenfalls bestehenden Bedürfnissen von Pädagogischen Aka-demien anzupassen; der Wunsch nach einem in der Lehrerausbildung etabliertenFach ,, Volkskunde ist seitens der Fachvertreter ja immer wieder geäußert worden( mit derartigen Problemen hat sich die unverändert bestehende Kommission seitherin zwei weiteren Sitzungen beschäftigt; auch die Frage eines Lehrbuchs wurde be-reits diskutiert). Der folgende Entwurf entspricht in seiner Gliederung anderenLehrplänen( Geographie); er umreißt die Bildungs- und Lehraufgaben, beinhaltetallgemeine und spezielle didaktische Grundsätze, gibt den Lehrstoff wieder undschlüsselt diesen in der Folge sachlogisch auf. Mit ihm soll dieser kurze Kommis-sionsbericht schließen:

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