Jahrgang 
87 (1984) / N.S. 38
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Albaner in Süditalien auch in Buchform vorgelegt. Wir verweisen auf Die albani-sche Mundart von Falconara Albanese in der Provinz Cosenza"( Albanische For-schungen, Bd. 16, München 1977) mit einer Fülle volkskundlicher Beobachtungen.Dragotin Cvetko( Ljubljana): Die Volksthematik in der neueren slowenischenMusik bis in die sechziger Jahre( 59-65) greift eine bei allen Ost- und Südostvölkernseit dem 19. Jahrhundert immer wieder aktualisierte Frage auf. Milovan Gavazzi:Die Erbschaft der Vergangenheit in der gegenwärtigen Volkskultur Südosteuropas( 67-76; aus Gründen persönlichen Schicksals in der Familie nicht rechtzeitig mehrmit Anmerkungen versehen) gibt eine ethnologische Kulturanalyse nach Zeit- undRaumschichten in jener Art, wie er sie einst in den grundlegenden Studien zur Kul-turgeographischen Gliederung Südosteuropas"( z. B. Südost- Forschungen XV,München 1956, 5-21) oder in seinen Kulturzonen Südosteuropas"( Südosteuropa-Jahrbuch II, München 1957, 11-31) für viele balkanologisch arbeitende Volkskund-ler richtungweisend vorgezeichnet hatte. Zwei Beiträge verweisen auf das( nun imAufwind befindliche Interesse der vergleichenden Volkskunde liegende) Wirkeneines islamischen Kulturanteils im Südosten und weiterhin. Hasan Kaleshi( Priština; 1922-1976): Der orientalische Glossar ::: zum Glossareintrag  orientalische Einfluß auf die albanischen Volksmärchen( 77-96) und Rayna Katzarova( Sofia): Derwisch- Karnevalsspiele im DorfLessitschevo- Kreis Pasardshik( 97-113; 7 Abb.). Als vollständige Fassung erschie-nen als Derviši( Bulgarsko Muzikovanie IV, Sofia 1978, 73-96). OliveraMladenović( Belgrad): Neubelebung alter Volkstanztypen in Jugoslawien( 131-136); Shefqet Pllana( Priština), der nach Hasan Kaleshi verdienstvoll das Al-banische Institut der Provinz Kosovo- Metohija in Serbien leitet, viel Volkskundli-ches aus der reichen Tradition seiner Landsleute auch in deutscher Sprache beige-bracht hat: Über den Volksgesang der Albaner in Kosovo( 137-150; Notenbei-spiele, 1 Abb.). Cvjetko Rihtman( Sarajevo): Kinderlieder in der VolkstraditionBosniens und der Herzegowina( 151-160; Noten, Abb.). Mit tiefer Trauer denkeich auch persönlich an Wissen, Weisheit und kollegial dem Jüngeren schenkendeGüte der beiden hier noch, freilich als verstorben zu nennenden Gelehrten: ChristoVakarelski( Sofia, 1898-1980): Alte Überreste in der Lebensweise der islamisier-ten Bulgaren in den Rhodopen( 161-167); Vinko Žganec( Zagreb; 1890-1976):Der glagolitische Gesang als kostbares kulturhistorisches Erbgut der Kroaten( 169-173).

Knapp sind die Beiträge dieses Bandes, der unter viel Mühe und finanzieller Sorgedankenswerterweise dennoch zustande kam und dabei so viel Bedeutsames in deut-scher Sprache aus jenem Südosteuropa beibringt, ohne das es eine EthnologiaEuropaea nicht geben kann.

Leopold Kretzenbacher

Die Kunstdenkmäler Österreichs: Vorarlberg. Bearbeitet von Gert Amann, Mar-tin Bitschnau, Paul Rachbauer, Helmut Swozilek und mit Beiträgen vonGéza Hajós, Horst R. Huber, Herlinde Menardi, Elmar Vonbank(= Dehio- Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Topographisches Denk-malinventar, hrsg. vom Bundesdenkmalamt, bearbeitet von der Abteilung fürDenkmalforschung, früher: Institut für österreichische Kunstforschung). Wien,Verlag Anton Schroll& Co., 1983, XXXII und 445 Seiten, mit 4 farbigen Ortsplä-nen und 81 Plänen und Grundrissen.

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