Jahrgang 
87 (1984) / N.S. 38
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Es muß sich bei dieser Calogna um ein Hügelland handeln, wie ja die Reisendenjedenfalls zwischen Villach und Warmbad, wo es ja auch keinen Zufluẞ zur Drau"gibt, es überqueren mußten. Sie zahlten ja auch nur in Villach und nicht mehr hiereine Straßen- oder Brückenmaut.

Die Frage muß, wie auch jene der im folgenden verwendeten Orts-( oderHaus-?) Namen, für eine historisch fundierte Lokalforschung offenbleiben.

14. Gleichfalls nach dem vorhin genannten Briefe von Dr. Milko Matičetov( s. Anm. 13) ist die Namensfrage Pisisca schwer zu lösen. Wenn es sich um eine be-deutsame Gegend zwischen Arnoldstein und Pontebba handelt, kann es wohl nurTarvis( slowen. Trbiž) sein, wo ja Straßengebühr( Maut, jedoch damals nichtGrenz- Zoll oder dgl.) erlegt werden mußte. Der ansonsten völlig rätselhaft blei-bende Name Pisisca könnte( wie ja oft in den Reisetagebüchern des MicheleTenore) falsch gehört und irrig aufgeschrieben sein von etwa einer Auskunft, beider Ziljica", also bei der Gailitz. Vgl. dort das altkärntnerische Schlitzen,,, Schlitzatal" für slowen. Ziljica. Da die Straße von Arnoldstein nach Tarvis ja in derTat ob Ziljici, die Gailitz entlang führte, wäre möglicherweise auch an einenPersonen-, Gasthaus-, Mautnernamen zu denken.

15. Die gleiche Unsicherheit. Es können nicht Orts-( Dorf-, villaggi-) Namen sein.Vielleicht sind es- nach den Auskünften lt. Anm. 13- Personennamen von Maut-pächtern oder Gastwirten, wie es deren zu jener Zeit ja in Thörl( slowen. Vrata) undin Goggau( slowen. Kokovo) nach Ausweis des, Schematismus" für das LaibacherGubernium( 1823, S. 197, und 1935, S. 76) gab.

16. Vermutlich handelt es sich bei diesen trotz mancher Umfrage nicht voll ge-klärten italienischen Bezeichnungen scisti bigi und ardesia um den, Grauen Ton-schiefer" zum Unterschied vom Glimmerschiefer.

17. Gemeint ist- nach freundlicher Briefmitteilung von Herrn Prof. Dr. W.Neumann der Bombach- Graben, der vom Kärntner Naßfeld herunterziehtund bei Ponafel in das Kanaltal mündet.

18. Nur etwa fünf Jahre vor diesen Reiseeindrücken des Italieners Michele Te-nore von 1824 in der Steiermark und in Kärnten verfaßte der alles Elend dieser Län-der auch wirklich sehende, auf Abhilfe drängende Erzherzog Johann von Öster-reich seine Entwürfe zu Eingaben an seinen kaiserlichen Bruder Franz, gespickt mitharten Worten gegen die ,, schläfrigen, unfähigen Beamten des Guberniums, gegenUntätigkeit, Verantwortungslosigkeit, ja Verrottetheit breiter Teile des Adels:

J. Riegler, Die Notlage der steirischen Landbevölkerung zu Beginn des Jahres1817. Ursachen und Lösungsmöglichkeiten aus der Sicht Erzherzog Johanns.( Mit-teilungen des Steiermärkischen Landesarchivs, Folge 32, Graz 1982, 67-75.)19. Vgl. dazu:

C. Lis

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H. Soly, Poverty and Capitalism in Pre- Industrial Europe. TheHarvester Press 1979; dazu:

K. Bosl, Bohemia. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der böhmischen Län-der. Band 23/1, München 1982, 223-226.

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