Francia, Inghilterra e Germania), erschienen zu Neapel, 1828, alszweite, auf drei Bände gekürzte Auflage zu Mailand/ Milano,1832.³) Dabei war M. Tenore über München und Salzburg nachWien gekommen. Ausführlich schrieb er dann seine Beobachtun-gen auf der Semmering- Mürztal- Murtal- Fahrt Ende Oktober 1824nieder. Doch die Steiermark blieb ihm wegen des dort geschautenElends ihrer Bewohner, mit Armut, Krankheit, Kropf und Kreti-nismus, fast nur in düsterer Erinnerung, auch wenn er ihre unglück-lichen Menschen freundlich und hilfsbereit fand.4) Sein Weiterwegführte ihn über Friesach- St. Veit- Klagenfurt, den Wörther Seeund Villach nach Friaul. Manches gegenüber den Eindrücken in derSteiermark, weiß Tenore aus dem Kärntner Lande zu berichten.
Am Abend des 30. Oktober 1824 war Tenore mit seinem( nichtnäher beschriebenen) Gefolge nach Friesach( er schreibt Prisach)gekommen. Das gefiel ihm so wenig, wie ihm Neumarkt in derSteiermark gefallen hatte. Es ist aber gerade für eine geschichtlicheLandeskunde nicht unwesentlich, was ein„ Aufklärer“) sah: denndas war M. Tenore neben seinen naturwissenschaftlichen Interes-sen ganz gewiß im Sinne so vieler der Besten seiner Zeitgenossen,die von Philanthropie/ Menschenfreundlichkeit erfüllt die„ Zu-stände“ erkennen wollten, um„ Abhilfe“ im Sinne von Fortschrittund menschenwürdiger Aufwärtsentwicklung schaffen zu können.Aber als vornehmer italienischer Reisender war auch dieser Tenorein unseren innerösterreichischen Landen gleich von Anfang annicht sonderlich begeistert über das Gesehene, Erlebte, in der Stei-ermark müßte man sagen: Erduldete.
Wie könnte er es auch, wenn der Herr Professor schon zuFriesach, in diesem„, unglückseligen Dorfe", fluchen oder zumin-dest seufzen mußte über die„ Armut im ganzen Lande“, vor allemüber ,, die deutschen Betten, gestopft aus gefüllten Säcken“, an dieman sich gewöhnen müsse: Alle 6 e mezza ci fermiamo a Prisach,un altra posta da Neumark dove passeremo la notte. L'alloggio diquesto infelice villaggio si risente della povertà di tutta la contrada.Continuano mai sempre i soliti letti tedeschi forniti di sacchiimbottiti.
Am 31. Oktober 1824 geht die Reise weiter: S. Weith- Glagen-furt- Werther. Um 4 Uhr früh schon wollte man aufbrechen. Trotzder Unbequemlichkeit der Stunde waren die wenigen Leute in derHerberge schon auf den Beinen, behilflich zu sein, und„ man trägtSorge, einen mittelmäßigen Kaffee zuzubereiten": Dovendo
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