Jahrgang 
87 (1984) / N.S. 38
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Verein für Volkskunde und vom Österreichischen Museum fürVolkskunde getragenen oder mitgetragenen österreichischenVolkskunde.

Alles das fällt auch in den Wirkungsbereich eines Vereinsvize-präsidenten, in welcher Funktion Oskar Moser seit zwei Jahren fürden Verein verstärkt tätig ist. Mehr noch nimmt ihn in Wien dieneue Aufgabe als Obmann des Kuratoriums für das Institut für Ge-genwartsvolkskunde der Österreichischen Akademie der Wissen-schaften, zu welchem er in seiner Eigenschaft als wirkliches Mit-glied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften durchWahl der philosophisch- historischen Klasse im vergangenen Jahrberufen worden ist, in Anspruch. Hier liegt für den Jubilar am Endeseiner unmittelbaren Verpflichtungen in der akademischen Lehreein neues Beginnen, für welches das weiterhin aufstrebende For-schungsinstitut sich auf die Erfahrung und den Überblick des hoch-angesehenen und bewährten Vertreters der österreichischen Volks-kunde stützen darf.

Aus grünem Holze gewachsen ist auch die persönliche Freund-schaft, die mit dem Schreiber dieser Widmung nach wiederholterLehrtätigkeit in Graz zuletzt auf der unvergessenen gemeinsamenStudienreise mit den munteren Grazer Studenten im Herbst 1983 inBurgund besiegelt worden ist. War es in Besançon, Beaune oder inChalon- sur- Saône oder einfach unterwegs zur Mittagsstunde beieiner improvisierten casse- croute"? Jedenfalls war eine guteFlasche Wein dabei und ein frischer Ziegenkäse aus der Hand! Dasfür viele von uns vielleicht bewegendste Ereignis auf dieser zehn-tägigen Studienreise war ohne Zweifel die Begegnung mit dem vonOskar Moser seit langem besonders bewunderten Nestor derVolkskunde in der französischen Franche- Comté, mit dem geist-lichen Herrn Abbé Jean Garneret. Ein Bild an dieser Stelle magan den glückhaften Augenblick erinnern, da wir das Lebenswerkdieses so bescheidenen und von seiner selbstgewählten Aufgabedurch und durch beseelten Sammlers und Forschers auf der altenFestung von Besançon in den Räumen der Schausammlungen unddes Archivs des Musée du folklore comtois besichtigen durften.Nicht konnten wir auf unserer Fahrt das in Champlitte im Werdenbegriffene Freilichtmuseum der Franche- Comté sehen, welchesgleichfalls ein Werk von Abbé Garneret ist. Ich bin sicher, daßOskar Moser seine allernächste Reise so anlegen wird, daß er auchvon dieser jungen Museumsinitiative in der von ihm so geliebtenwestlichen Romania und ihrem Alpen- und Voralpenanteil alsbald

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