Editorial Heft 1+ 2 2020
Das Jahr 2020 brachte auch für die ÖZV einige Besonderheiten undVeränderungen mit sich und das nicht nur in unmittelbarem Zusam-menhang mit der Covid- 19- Pandemie, die über viele Monate hin-weg die Berichterstattung geprägt und auch der Zusammenarbeitdes Herausgeber* innengremiums einen kräftigen Digitalisierungs-schub verschafft hat. Auch wenn dieses Heft 2020 kein explizites„ Corona- Heft" ist, so ziehen sich die Erfahrungen, Einschränkungenund auch die sich unerwartet eröffnenden Möglichkeiten durch dieTexte. Mehr oder minder explizit lassen sich in den unterschiedlichenBeiträgen Hinweise auf neue Formen des Arbeitens, Forschens, Sich-Austauschens und Schreibens finden.
Wie bereits im Heft 2/2019 angekündigt, erscheint die ÖZVim Jahr 2020 in nur einem Heft. Der Grund hierfür liegt jedoch nichtin viralen Zwängen, sondern in dem schon 2019 gefassten Entschlussdes Volkskundemuseums, das Jahr 2020 als ein, Zwischenjahr mitreduziertem Veranstaltungs- und Ausstellungsprogramm zu gestal-ten. Es sollte verstärkt der internen konzeptionellen Arbeit gewid-met sein, was auch eine Reduktion der für die ÖZV eingesetztenRessourcen nach sich zog. Matthias Beitl erzählt in diesem Heft imJahresbericht vom Verlauf und Ertrag dieser Konzeptionsphase, diegleichwohl unverhofft durch die Corona- Umstände auch inhaltlich inein neues Licht rückte. Nochmals sei hier darauf hingewiesen, dassdie ÖZV ab diesem Heft in neuem Rhythmus erscheinen wird – alsovon nun an in einem Frühjahrs- und einem Herbstheft.
In der Herausgeberschaft der ÖZV ist zudem ein personellerWechsel mitzuteilen. Brigitta Schmidt- Lauber, seit 2013 Mitheraus-geberin der Zeitschrift, schied mit Ende 2019 aus dem Gremium aus.Sie war in den vergangenen Jahren maßgeblich an der inhaltlichenAusgestaltung und Profilierung der Zeitschrift beteiligt, wir dankenihr sehr herzlich für ihr Engagement. Ihr folgte Alexa Färber, seit 2018Universitätsprofessorin am Wiener Institut, nach, dafür ebenfallsschon jetzt vielen Dank und ein herzliches Willkommen. Auch wenndie Zeitschrift weiterhin vom Verein für Volkskunde herausgegebenwird, so ist es doch ein wichtiges Anliegen, nach Möglichkeit alle in
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