Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde121 (2018) / N.S. 72Jaschke, Beatrice: Wie richtig! Laudatio zur Verleihung des Museumspreises an das Volkskundemuseum Wien

  
Aufsatz in einer Zeitschrift 
Wie richtig! Laudatio zur Verleihung des Museumspreises an das Volkskundemuseum Wien
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Beatrice Jaschke

Wie richtig!

Laudatio zur Verleihung des Museums-preises an das Volkskundemuseum Wien¹

Das punkigste Museum von Wien", so hat Matti Bunzl einmal treffenddas Volkskundemuseum Wien bezeichnet. Wenn ich an das Volkskunde-museum Wien denke, dann kommen mir Begriffe wie Gleichzeitigkeit,Ermöglichung, Vielfalt, Auseinandersetzung, Plattform oder Experimentin den Sinn. Alles Dinge, die wir uns von einem Museum im 21. Jahrhun-dert erträumen und wünschen.

In diesem Museum passiert an allen Ecken so vieles gleichzeitig!Hier findet jede Idee ein Zuhause. Während allerorts heute von Museenals Handlungsräumen gesprochen wird, wird dieser hier gelebt: Ganzunterschiedliche AkteurInnen nutzen das Museum für sich, dabei ist eszugleich anregend und aufregend. Als Verein schnittpunkt- ausstellungs-theorie und praxis' sind wir mit dieser Institution nun schon über 17 Jahreverbunden und mir fällt nichts ein, was wir hier noch nicht gemachthaben: diskutiert, gelacht, getagt, Diplome übergeben, ausgestellt, vermit-telt, gelesen, gegessen, getrunken, geheiratet, nachgedacht, debattiert undzuletzt unaufhaltsam getanzt und gefeiert. Es gibt nichts, was hier nichtmöglich ist. Und das ist nur einer der Besonderheiten an diesem Ort.

In den letzten 30 Jahren zielt das Volkskundemuseum Wien daraufab, einen seiner Gründungsgedanken, nämlich ein klares Bekenntniszu einer europäischen Perspektive", in den Fokus zu rücken. Dement-sprechend repräsentiert die 1994 eingerichtete Dauerausstellung desHauses eine überregionale Darstellung von Volkskultur. Tätigkeiten inSammlung, Forschung und Ausstellung werden wie auf der Homepagedes Museums nachzulesen- ausgerichtet an einer intensiven Arbeit amMaterial und der Sichtbarmachung seiner Potentiale für das Aufzeigen

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Gehalten am 11. Oktober 2018 im Rahmen des Österreichischen Museumstagesin Hall.

http://www.schnitt.org/( Zugriff: 10.12.2018).