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ÖZV, LXXIII/ 122, 2019, Heft 2
Ländern Ostmittel- und Osteuropas, was noch einmal mehr deutlichmachte, dass die Bearbeitung von Themen in Bezug auf das östlicheEuropa insbesondere in Zusammenarbeit mit den dort arbeitendenKolleginnen und Kollegen erfolgen muss.
KATHARINA SCHUCHARDT
Besprechung Niederösterreichische Landesausstellung 2019:„ Welt in Bewegung! Stadt.Geschichte.Mobilität“, 30. März bis10. November 2019 in den Kasematten und dem StadtmuseumSt. Peter an der Sperr in Wiener Neustadt
Die niederösterreichische Landesausstellung 2019 zum Thema Weltin Bewegung! Stadt. Geschichte. Mobilität in Wiener Neustadt, ausge-richtet von der Schallaburg AG, wurde von Beat Gugger und GerhardProksch mit Unterstützung eines wissenschaftlichen Teams inhaltlichgestaltet. Die Ausstellung fand an zwei Standorten statt, den revitali-sierten und renovierten Kasematten und dem ebenfalls modernisier-ten Stadtmuseum St. Peter an der Sperr.
Jedes Schlagwort des Titels verweist auf ein komplexes, viel-schichtiges Forschungsfeld, das eigenen Ausstellungen Raum bietenwürde, und öffnet einen breiten Spielraum für Erwartungshaltungen.Die Interpunktion war dabei passend gewählt: Jeder Themenkomplexstand in der Ausstellung für sich. Auch in der thematischen Aufberei-tung und in der Gestaltung wurde eine Homogenität nicht erreicht.Die Verbindung der Stadt Wiener Neustadt mit den umliegendenRegionen war ein Aspekt, der sich beinahe durch die gesamte Ausstel-lung zog und als ein Grundthema erkennbar war, aber nicht im Titelberücksichtigt wurde. In der Begleitpublikation zur Ausstellung istals Zielsetzung explizit verankert,„ Stadt und Land zusammenzubrin-gen und damit den Kern, das Zentrum der Stadt, zu stärken“.' Dies
1 Kurt Farasin: Eine Ausstellung in Bewegung. In: Schallaburg AG( Hg.):Publikation zur Niederösterreichischen Landesausstellung 2019„ Welt
in Bewegung! Stadt. Geschichte. Mobiliät.“ Schallaburg, 2019, S. 16-29,hier S. 17.