Chronik der Volkskunde
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Workshops dazu, sich nüchtern und wirklichkeitsnah mit der Besu-cherkommunikation im eigenen Haus auseinanderzusetzen. Sie stellteeinige theoretische Konzepte 10, die für solche Analysen zur Verfügungstehen, kurz vor und machte Lust auf ihre weitere Anwendung.
Das Nachmittagsprogramm bot Führungen durch verschie-dene Salzburger Museen, unter anderem durch das Salzburger Frei-lichtmuseum, in dem schließlich der 30. Museumstag bei einemAbschlussfest ausklang.
KATHRIN PALLESTRANG
Bericht zum Workshop ,, Museum ohne Schließzeiten.Projekte für ein digitales Publikum❝ der MuseumsakademieJoanneum, 17. bis 18. Oktober 2019, Marchettischlössl, Wien
Der Einladung zu diesem zukunftsweisenden praxisorientiertenWorkshop folgten ca. vierzig TeilnehmerInnen aus Museen in Öster-reich, Deutschland, Italien, der Schweiz und Slowenien, die sichin den Räumlichkeiten des Kooperationspartners ÖsterreichischeMediathek im Wiener Marchettischlössl in der Gumpendorfer Straßeeinfanden. Dieser Veranstaltungsort war aufgrund seiner technischenAusstattung sehr gut gewählt; überzeugend war auch der reibungs-lose Ablauf der Veranstaltung. Antonia Nussmüller( GrazMuseum)und Eva Tropper( Museumsteam Joanneum) leiteten und moderiertenden Workshop.
Inhaltlich stand eine der fundamentalsten Veränderungen, mitdenen nicht nur Museen derzeit konfrontiert sind, im Zentrum: dieErweiterung der Institutionen und ihrer Handlungsräume ins Netz.Diese digitale Transformation bedingt nicht nur eine Öffnung derHäuser und damit einhergehend eine intensive Befassung mit demdigitalen Publikum und dessen Partizipationsmöglichkeiten, sondernauch organisatorische Veränderungen in den Institutionen selbst.
10 Spectrum of Audience Engagement nach Morris, Hargreaves undMcIntyre; The Generic Learning Outcomes model( GLOS); TheSmithsonian's IPOP Exhibition Framework.