Chronik der Volkskunde
369
den konnten. Die am 9. Oktober 2019 vorgestellten Projekte undVermittlungsprogramme waren inspirierend und vielfältig, boten einsehr breites Verständnis von Sprache und passten somit in ein großesSpektrum verschiedener kultur- und gesellschaftspolitisch relevanterThemenfelder wie Inklusion, Teilhabe, Migration, Partizipation undGendergerechtigkeit.
KATHARINA RICHTER- KOVARIK, YAŞAR WENTZUND KATHARINA ZWERGER- PELEŠKA
Bericht zum 30. Österreichischen Museumstag„ Die Sprache( n),die wir sprechen" von 10. bis 11. Oktober 2019, Salzburg
Die Veranstalter des 30. Österreichischen Museumstags am 10. und11. Oktober 2019 waren der Österreichische Museumsbund undICOM¹ Österreich, die vor Ort wieder organisatorisch vorbildlichunterstützt wurden, diesmal vom Salzburg Museum in Kooperationmit dem Landesverband Salzburger Museen und Sammlungen. In derGroßen Universitätsaula der Universität Salzburg am ersten Tag undim Salzburg Museum am zweiten wurde das Thema Sprache im wei-testen Sinn verhandelt. Es ging ums Sprechen, um die Körpersprache,das Sich- Mitteilen, das miteinander Kommunizieren, Sich- Austau-schen, um die Sprechenden, die Schweigenden, um Fremdsprachen,Fachsprachen, das Ansprechen von BesucherInnen und um jene Men-schen, die zu BesucherInnen werden sollen. Dieser breite Ansatzeröffnete ein schier unendliches Feld an Fragen und Möglichkeiten.Die und das ist vorbildlich überwiegend weiblichen BeiträgerIn-nen lieferten teils spannende Tiefenbohrungen zu unterschiedlichenFacetten des Themas, die aber in einem eher losen Zusammen-hang zu einander blieben. Bedauerlich war, dass es nach keinem derVorträge zu einer angeregten Diskussion kam, wie es an früherenMuseumstagen durchaus der Fall gewesen war. Zu einem guten Teillag dieser Umstand an der zwar unterhaltsamen und engagierten, aberauch eiligen Moderation von Bernhard Flieher von den Salzburger
1
International Council of Museums