Elisabeth Fendi, Der„ Egerer Ofen" von Willy Russ
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des Egerer Franziskanerklosters in Anwesenheit von GauhauptmannAnton Kreiẞl teileröffnet werden. Es besaß damals sechs Ausstel-lungsräume, verteilt über zwei Stockwerke, zusätzlich standen dieFlure als Ausstellungsflächen zur Verfügung.
Tobias Weger hat Hanikas Tätigkeit in den 1930er und 1940erJahren untersucht und gezeigt, wie sehr dieser mitarbeitete an der„ Einbindung der, Sudetendeutschen Wissenschaft' in die, Deutsch-tumspolitik des Deutschen Reiches.8 Hanika betrieb eine politisierteWissenschaft im Dienste des„ Volkstumskampfes“. Das kann man vorallem anhand seiner Arbeit am und für das Volkskundemuseum Egerbelegen, mag es auch so harmlos und beschaulich daherkommen wiezunächst in dieser kurzen Beschreibung aus dem Jahr 1940:
„ Die Besucher sind durchwegs angenehm überrascht, dasssie beim Betreten des Hauses nicht in eine verstaubte undmuffige Rumpelkammer kommen mit einer Anhäufungvon allerhand altem Gerümpel, sondern in lichte, freundli-che Räume, alles macht einen netten und sauberen Eindruckund die Schätze der hochstehenden bäuerlichen Kultur desEgerlandes, das sich mit den meisten deutschen Landschaftenmessen kann, kommen nun erst würdig und voll zur Geltung.Die Bauernstube hat ihre Gemütlichkeit bei einer Sitzweilemit dem Gauleiter und seiner Begleitung anlässlich seinesBesuches am 20. August bewiesen. In den übrigen Räumenist alles so gruppiert, dass dem Besucher das Schauen erleich-tert wird[...]." ⁹
Im Laufe der Krise in der Tschechoslowakischen Republikhatten sich im September 1938 unter Leitung von Konrad Henlein,dem Gründer und Führer der Sudetendeutschen Partei, Sudeten-
8 Tobias Weger:„ Völkische“ Wissenschaft zwischen Prag, Eger undMünchen. Das Beispiel Josef Hanika. In: Christiane Brenner, K. ErikFranzen, Peter Haslinger u. Robert Luft( Hg.): Geschichtsschreibung zuden böhmischen Ländern im 20. Jahrhundert. Wissenschaftstraditionen- Institutionen- Diskurse(= Bad Wiesseer Tagungen des CollegiumCarolinum, 28). München 2006, S. 177–208.
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SOKA Cheb, Fond 35, Karton N5, 49. Der Text stellt einen Auszugaus dem Manuskript für folgenden Zeitungsartikel dar: Josef Hanika:Dreitausend besuchen Egerer Volkskundemuseum. In: Egerer Zeitung,11.9.1940, S. 3.