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ÖZV, LXXIII/ 122, 2019, Heft 2
die Prüfung zuständige Verwaltungsdirektor der Universität Inns-bruck, Richard Pokorny, zeigte sich davon allerdings unbeeindruckt,es bleibe für ihn„ dahingestellt, ob Helbok bei seinem Auftreten inder Vergangenheit innerlich und äußerlich dazu berufen erschien,rein österreichische Kultur wirksam zu fördern".58 Auch wenn dieseStrategie im Hinblick auf seine universitäre Karriere nicht fruchtete,publizierte Helbok insbesondere in den zehn Jahren nach 1945 eineVielzahl von Aufsätzen zu diesem Thema; neben den bereits ange-sprochenen Artikeln in Zeitungen auch im Rahmen rechter Zeit-schriften und universitätsnaher Festschriften; 59 einige seiner Texteerschienen auch außerhalb Österreichs in der Zeitschrift SchweizerFamilienforscher.60 Dies ist lesbar als weiterer Hinweis auf die spezi-fische Entlastungsfunktion schweizerischer Netzwerke und Publika-tionsorgane für belastete österreichische Volkskundler.61
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Tirols". In: Karel Hruza( Hg.): Österreichische Historiker. Lebensläufeund Karrieren 1900-1945. Wien, Köln, Weimar 2019, S. 97-122.Politischer Überprüfungsbescheid des Verwaltungsdirektors der Univer-sität Richard Pokorny namens des Überprüfungsausschusses betreffendAdolf Helbok. 3.5.1946, in: Universitätsarchiv Innsbruck. Akten desRektorats Nr. 247 aus 1945/46.
59 Vgl. beispielsweise Adolf Helbok: Zur Methodik der Volkscharakter-kunde. In: Schlern- Schriften 53(= Festschrift zu Ehren Hermann Wopf-ners), 1948, S. 101-118; Adolf Helbok: Südtirol als Begabungslandschaft.In: Schlern- Schriften 206(= Festschrift zu Ehren Richard Heubergers),1960, S. 55-58. Richard Heuberger( 1884-1968), österreichischer Histo-riker( Mittelalterliche Geschichte) und ebenfalls an der Universität Inns-bruck beschäftigt sowie im Zuge der Entnazifizierung – wenn auch nichtunumstritten- in den Ruhestand versetzt( vgl. Goller[ wie Anm. 14],S. 75-81). Für eine Festschrift zu Ehren Harold Steinackers 1955 verfassteHelbok ebenfalls einen Aufsatz, vgl. Adolf Helbok: Der Westen und dieWelt. In: Hellmuth Rössler( Hg.): Festgabe dargebracht Harold Steina-cker zur Vollendung des 80. Lebensjahres. München 1955, S. 282-300.60 Vgl. Adolf Helbok: Die Schweizer Genialen. In: Schweizer Familienfor-scher 24, 3-5( 1957), S. 25-59; Adolf Helbok: Hervorragende Begabungenin Luzern und der Innerschweiz. In: Schweizer Familienforscher 25, 4-5( 1958), S. 33-41; Adolf Helbok: Bern und seine berühmten Söhne. In:Schweizer Familienforscher 27, 3-5( 1960), S. 25-35; Adolf Helbok: DieSchweizer Genialen. In: Schweizer Familienforscher 27, 1-2( 1960), S.1-11; Adolf Helbok: Große Männer aus der Nordostschweiz. In: Schwei-zer Familienforscher 28, 3-5( 1961), S. 25-35; Adolf Helbok: Basel, Solo-thurn und Aargau als kulturelle Zentren. In: Schweizer Familienforscher29, 3-5( 1962), S. 32-43.
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Vgl. dazu Konrad J. Kuhn: Netzwerke, Identitätspolitik und ein Abgren-zungsnarrativ. Zur Wissensgeschichte der Beziehungen zwischen der