Ute Holfelder ,,, Dort, wo Tirol an Salzburg grenzt..."
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Strophe dem habsburgischen Kaiserhaus huldigte.16 Vertont wurdedas Gedicht der Überlieferung nach im Jahr 1835 bei einer geselligenvormärzlichen Zusammenkunft auf Schloss Waldenstein im Kärnt-ner Lavanttal durch Josef Rainer von Harbach( 1804–1870).17
Die Entstehung von Text und Melodie ist vor dem Hinter-grund der Napoleonischen Kriege zu sehen, in deren Folge KärntenLandesteile an die von Napoleon I. verwaltete„ Illyrische Provinz“des Französischen Kaiserreichs hatte abtreten müssen( 1809).18 Erstim Jahr 1849 standen sowohl Ober- als auch Unterkärnten wiederunter österreichischer Verwaltung und Kärnten wurde selbstständi-ges Kronland.19
Der Text des Gallenstein'schen Gedichtes trägt einerseitsZüge der patriotischen„ Vaterlandslieder" 20, wie sie im Kontext derdeutschen Nationalbewegung aus der Opposition heraus mit einempolitischen Anspruch entstanden sind.21 Andererseits entspricht die
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Die vierte Strophe- Und breitet über Öst'reichs Haus/ Der Kaiseraardie Schwingen aus-/ Dann auch, von Feinden ungeneckt,/ Sein Flügel-paar Karenta deckt;/ Und segnend strecket Franzens Hand/ Sich überdich, mein Vaterland!"- war nach dem Tod von Kaiser Franz I.( 1835)nicht mehr Bestandteil des Liedes. In dieser Veröffentlichung sind wenigeTextdetails verändert: Aus„ Da, wo Tirol an Salzburg grenzt" wurde,, Dort, wo Tirol an Salzburg grenzt"( vgl. L. Pfeiffer: Erinnerungen anKärnten. In: Carinthia, Zeitschrift für Vaterlandskunde, Belehrung undUnterhaltung 39( 31), 1841, S. 159 f.)
So der Verweis auf einen anekdotisch gehaltenen, aus der Rückschauverfassten Artikel des Zeitzeugen Fritz Wlattnig, der in der Draupostvom 21.1.1864 veröffentlicht worden sein soll. Auf diese Anekdote wirdreferenziert bei: Friedrich Wlattnig:„ Dort, wo Tirol..." Geschichtedes Kärntner Heimatliedes. In: Die Kärntner Landsmannschaft 14( 18),1928, S. 3-4, hier S. 4; Ders.: Hundert Jahre„ Kärntner Heimatlied". In:Neues Kärntner Jahrbuch mit Kalender, Aemter- und Schulenverzeichnis.Herausgegeben von der Kärntner Landsmannschaft für das Jahr 1935.Klagenfurt 1935, S. 40-43, hier S. 40 f.; Dinklage( wie Anm. 15), S. 8;Gerda Anderluh: Österreichische und Hymnen aus Kärnten. In: DieKärntner Landsmannschaft 9/10( 100), 2010, S. 70-80.Vgl. ebd., S. 74.
Der Villacher Kreis war zwar 1815 wieder Teil der Habsburgermonar-chie, unterstand aber bis 1849 der Laibacher Verwaltung. Vgl. AlexanderHanisch- Wolfram: Geschichte Kärntens, Bd. 3/1: Die Neuzeit. Klagen-furt/ Celovec 2015, S. 305-309.
20 Zum Vaterlandslied vgl. Hermann Kurzke: Hymnen und Lieder derDeutschen. Mainz 1990, S. 64-86.
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Vgl. Anderluh( wie Anm. 17), S. 74.