Literatur der Volkskunde
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besser heute wieder neue Aufladungen in Modelabels, in aktuellenProzessen der Nationenbildung( z. B. Usbekistan) und in modernenMuseumskonzepten erfährt. Die Beiträge stammen von namhaftenWissenschafterInnen und ausgemachten ExpertInnen zum ThemaKleidung, Mode und„ Tracht“ im deutschsprachigen Raum, aber auchjunge Kolleginnen konnten hier ihre Forschungsergebnisse einbrin-gen: Thomas Antonietti, Julia Buckmiller, Petra Eller, Karen Ell-wanger, Gerda Engelbracht, Charlotte Giese, Ulrich Hägele, AndreaHauser, Norbert Henzel, Gudrun Hildebrandt, Rita Kalbermatten-Ebener, Lioba Keller- Drescher, Barbara Kloos, Anja Mede- Schelenz,Jochen Meiners, Gabriele Mentges, Laura Schibbe, Claudia Selheim,Karin Walter, Inge Weid.
Alles in allem eine inhaltlich äußerst interessante und aktuellePublikation nicht nur zur Geschichte des Trachtentragens, sondernauch im Hinblick auf Alltagsgeschichte und Museologie, die nichtzuletzt durch eine grandiose optische Aufbereitung besticht. Bemer-kenswert ist weiters, dass die Ergebnisse als Open Source zur Ver-fügung stehen.
ADELHEID SCHRUTKA- RECHTENSTAMM
Arlette Kosch: Le voyage pédestre dans la littérature non fictionellede langue allemande.„ Wanderung" et„ Wanderschaft" entre 1770et 1850(= Historische Arbeiten zur deutschen Literatur, Bd. 59).Berlin u.a.: Peter Lang 2018, 1434 Seiten, zahlr. Abb. u. Tab.
Dieses Buch gibt eine germanistische Dissertation wieder, die unterder Leitung von Gérard Laudin entstanden ist und an der UniversitätSorbonne 2017 verteidigt wurde. Die Autorin hat daran ein halbesLeben lang gearbeitet und im Geiste einer früheren„ thèse d'état“sämtliche Literatur zu ihrem Thema aufgearbeitet, die in ihremFalle besonders reich an„ persönlichen Dokumenten“ wie Autobio-graphien und natürlich Reiseschilderungen ist. Einbezogen ist dergesamte deutsche Sprachraum. Ausgeklammert oder doch zurückge-fahren sind, obwohl auch hier eine Grenze kaum zu ziehen ist, die„ schöne Literatur“ und in gewissem Maße auch die übrigen Künste