Chronik der Volkskunde
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internationalen KünstlerInnen, HandwerkerInnen, DesignerInnen,Glasfachlehrer, AusbildnerInnen, WissenschaftlerInnen und Muse-umsfachleute genug Raum und Zeit zu geben, wurde die Tagung miteiner Farewell Party im Bild- Werk Frauenau beendet.
Die Konferenz Creating Glass Lives hat gezeigt, wie vielfäl-tig sich die Zukunft in Hinsicht auf den Werkstoff Glas gestaltenkann und dass das Schaffen einer Vision dafür essenziell ist. DiePolitik, Unternehmen und Schulen müssen mit hereingeholt werden,wenn es um die gemeinsame Entwicklung von Glasregionen geht.Gezeigt hat sich jedoch auch, welche Anwendungspotenziale in dereuropäisch- ethnologischen und kulturanthropologischen Forschungund Vermittlungsarbeit liegen, wenn historisches und gesellschafts-wissenschaftliches Wissen um kulturelles Erbe, Arbeits- und Kon-sumkulturen, Regionalisierung und Internationalisierung mit denAnliegen zeitgenössischer AkteurInnen zusammengebracht werden.
LISA EIDENHAMMER
Bericht zum Festsymposion für Burkhard Pöttler„ HistorischeKulturanthropologie: Quo vadis? Zur Positionierung zwischenEuropäischer Ethnologie und Geschichtswissenschaft" am Institutfür Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie der Karl-Franzens- Universität Graz, 4. Juni 2019, Meerscheinschlössl Graz
Unter diesem Titel begann das Symposion anlässlich des 60. Geburts-tages von Prof. Burkhard Pöttler( Graz). Gerade wenn es um dieVerbindung von Geschichts- und Kulturwissenschaft geht, ist er einprofunder Experte und Brückenbauer am Institut für Kulturanthro-pologie und Europäische Ethnologie der KFU Graz. Die Veranstal-tung im barocken Meerscheinschlössl begann mit einer Vorstellungder Vortragenden und FachkollegInnen durch Katharina Eisch-Angus( Graz). Die Frage, wohin sich die Fächerkombination ausGeschichts- und Kulturwissenschaft entwickeln werde, steht schonseit langem im Zentrum zahlreicher Diskussionen innerhalb beiderFächer. Der stetige Wechsel zwischen Mikro- und Makroebene, zwi-schen Gegenwart und Vergangenheit und deren Zusammenschau, so