Ferdinand Fexer und sein Haustheater
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Referaten Wie pflegen wir unsere Zähne?, Die Seife und Über das Sitzenin der Schule kam zum Abschluss die Kinderkomödie Der schmutzigePeter. Eine lustige Geschichte in 24 Bildern, die mit Glasdiapositivenveranschaulicht wurde. Die Erzählung handelt von einem Jungen,der sich partout nicht von seiner Mutter waschen lassen will. Derschmutzige Peter wird nach Afrika geschickt. Doch auch in der afri-kanischen Familie bleibt ihm das Waschen durch die Mutter nichterspart und so kommt seine weiße Hautfarbe unter all dem Dreckwieder zum Vorschein. Um nicht, wie in der Geschichte befürch-tet wird, von den Afrikanern über dem Feuer gegrillt und verspeistzu werden, flüchtet der Junge und kann wieder zu seiner Familieheimkehren. Der Inhalt spiegelt das teils kolonialistisch- stereotypeDenken wie auch die Pädagogik der Zeit wider. Die Illustrationen( Glaspositive) stammen von der Wiener Künstlerin Alice Wanke( 1873-1936) und sind auch in ihrem undatierten Kinderbuch DieGeschichte vom schmutzigen Peter enthalten."
Als 36- Jähriger musste Fexer seinen Beruf als Lehrer aufge-ben, weil er an Kinderlähmung erkrankte. Im Jahr 1933 erfolgte seineVersetzung in den dauernden Ruhestand." Trotz beziehungsweisewegen der Lähmung beider Beine, die ihn an die kleine Wohnungfesselte, suchte er bald einen neuen Lebensinhalt. Dabei halfen ihmnun seine künstlerischen Interessen sowie seine handwerkliche Bega-bung. Für das bereits in der Familie vorhandene Papiertheater fertigteer selbst bekleidete Marionetten aus Ton und zahlreiche Requisitenan. Inspiriert hatte ihn dazu der in Wien lebende Künstler und welt-berühmte Puppenspieler12 Richard Teschner( 1879-1948). Dieser warvon den javanischen Stabfiguren begeistert und schuf in den 1930erJahren den„ Figurenspiegel“ für seine Aufführungen. Dieses Vor-
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10 Auf den Glasträgern Nr. 13 und 15 sind die Initialen AW bzw. WAzu finden. Vgl. Alice Wanke: Die Geschichte vom schmutzigen Peter.o. O., o. J.
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Amtsblatt der Stadt Wien, Bd. 1933, Nr. 18, 4.3.1933, S. 146.
Vgl. dazu etwa den Nachruf auf Teschner in der Zeitschrift Welt amAbend 1948: Ludwig Eldersch: Der Magier ist tot – sein Zauberspiegelerblindet. In: Welt am Abend. Das österreichische Abendblatt. Hg.:Französischer Informationsdienst, 7.7.1948, S. 5.
Richard Teschner ersetzte dafür die herkömmliche Guckkastenbühnedurch ein rundes, glasgeschütztes Panorama in einer Art Hohlspiegel mitLichteffekten.