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ÖZV, LXXIII/ 122, 2019, Heft 1
einen Zufluchtsort entdeckte. Dort hatte er Ruhe zum Lernen undfand Zugang zu künstlerischen Tätigkeiten: Töpfern, Zeichnen undMusizieren. Seine Berufsausbildung an der LehrerbildungsanstaltHegelgasse konnte er aufgrund des Ausbruchs des Ersten Weltkriegesnicht abschließen. Er musste 1914 im Alter von 19 Jahren zum Kriegs-dienst bei den Kaiserjägern einrücken. Nach dem Kriegsende setzteer sein Studium fort, wurde 1921 zum Volksschullehrer ernannt undunterrichtete danach an der Volks- und Hauptschule Dietrichgassein den Fächern Deutsch, Geschichte und Geographie. Er war begeis-terter Bergsteiger und hielt in der Wiener Urania, dem am Donau-kanal gelegenen Volksbildungshaus mit Sternwarte, das 1910 eröffnetwurde, Vorträge und Lichtbildvorführungen.
Im Österreichischen Volkshochschularchiv sind noch Doku-mente zur Person Ferdinand Fexer erhalten. Zwei davon sindTyposkripte für bebilderte Schülervorträge, die thematisch das Salz-kammergut beziehungsweise die Westbahnroute von Wien nach Bre-genz zum Inhalt haben. Wie den Ankündigungen der Wiener Uraniain der Tagespresse( Reichspost ab 1926 bis 1931 und Freiheit! von 1929bis 1930) zu entnehmen ist, fungierte Fachlehrer Fexer vor allem am" Lesepult", war also die Stimme zu den zahlreichen, bebilderten Schü-lervorträgen im Repertoire des Uraniaprogramms. Der breit gefä-cherte Themenkreis reichte von Titeln wie Die Völkerwanderung undDie Türken vor Wien( 1926/1927), Die Götterwelt der Germanen undUnsere wichtigsten Pelztiere( 1927/28), Die Heimat Rübezahls und dasWeihnachtsmärchen vom Klöppelhans, Reise von Wien in das Riesenge-birge und Rübezahl und Klöppelhans( 1929/1930) bis hin zu Klosterlebenund Ritterliches Leben auf Burgen und Schlössern( 1929/1930).8
Ein weiteres Dokument enthält einen Repertoirevortrag zumThema Hygiene bei Kindern, der in den Jahren 1929/30 und 1930/31unter dem Titel Zur Pflege der Reinlichkeit gehalten wurde. Nach den
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Ferdinand Fexer:„ Eine Reise durch das Salzkammergut“, Österreichi-sches Volkshochschulenarchiv( ÖVA), B- VID Skio- Urania/ Dok 49,Vermerk:„ Durchgesehen! 5.12.1925, Fexer“ und„ Mit der Westbahn querdurch Österreich", ÖVA, B- VID Skio- Urania/ Dok 116.
Reichspost, 25.4.1927, S. 8; Reichspost, 16.11.1929, S. 10; Reichspost,18.12.1929, S. 12; Die Freiheit!, 30.4.1930, S. 6.
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Ferdinand Fexer: Der schmutzige Peter. Eine lustige Geschichte in
24 Bildern, ÖVA, B- Vid Skio- Urania/ Dok 193.