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ÖZV, LXXV/ 124, 2021, Heft 2
eine institutionelle Veränderung der Curricula in Angriff genommenwurde. In der Diskussion ethischer und politischer Aspekte standenFragen der„ eingebetteten Wissensproduktion“ und ihrer möglichenKonsequenzen und das unterschiedliche Verständnis von anthropo-logischer„ Praxis" zur Diskussion. Diesbezüglich wurde etwa über-legt, ob nicht eine kontextspezifische bzw. anwender* innenfreund-liche Wissenskommunikation bereits als anthropologische„ Praxis"ausreichend wäre. Weiters wurden strukturelle Fragen bezüglich dersich verändernden Aufgaben und Funktionen von Universitäten undHochschulen, auch in Zusammenhang mit den Erwartungen der Stu-dierenden, aufgeworfen.
Einig waren sich alle Beteiligten darin, dass die gemeinsameAuseinandersetzung mit diesen Themen und eine Intensivierung derländer- und sprachraumübergreifenden Zusammenarbeit eine wün-schenswerte Entwicklung sei, die in jedem Fall ihren Niederschlag inzukünftigen Workshops, Tagungen und Vernetzungen finden sollte.
ALEXANDRA SCHWELL, JANINE SCHEMMER
UND LUKAS MILO STRAUSS
Bericht zur Online- Tagung des Österreichischen Fachverbandsfür Volkskunde in Kooperation mit dem Institut für EuropäischeEthnologie der Universität Wien und dem Volkskundemuseumin Wien,„ Problematisieren und Sorgetragen. KulturanalytischeKonzepte von Öffentlichkeit und Arbeitsweisen des Öffentlich-machens", 6. bis 8. Mai 2021
Vom 6. bis 8. Mai 2021 fand die ursprünglich für das Jahr 2020geplante Fachverbandstagung des Österreichischen Fachverbandsfür Volkskunde( ÖFV) Problematisieren und Sorgetragen. Kultur-analytische Konzepte von Öffentlichkeit und Arbeitsweisen des Öffent-lichmachens online statt. Auf diese Anforderung reagierten dieVeranstalterInnen( Institut für Europäische Ethnologie Wien undVolkskundemuseum Wien), indem sie unterschiedliche digitale For-mate kombinierten: Auf Panels mit Kurzvorträgen und anschließen-der Diskussion folgten Round Tables mit mehreren DiskutantInnen