Stellvertreter aus Ton- Coronavirenin der Keramiksammlung
Im April 2021 wurden zwei keramische Plastiken in Form je einesVirus SARS- CoV- 2, umgangssprachlich Coronavirus, unter denInventarnummern ÖMV/ 89.351 und ÖMV/ 89.352 in die Keramik-sammlung des Volkskundemuseum Wien aufgenommen( Abb. 1). RalfKettwig, der Leiter der DIG( Diakonie in der Gemeinde)-Tagesheim-stätte für Menschen mit Beeinträchtigungen in Kirchdorf an derKrems, hatte im Frühjahr 2021 im Internet nach Museen gesucht,die Corona- Sammelaufrufe lanciert hatten oder eine inhaltliche Aus-einandersetzung mit dem Thema Corona auf ihrer Website kommu-nizierten. Dabei war er auf das Volkskundemuseum Wien gestoßen.Seine Anfrage wurde von der Keramikkuratorin Claudia Peschel-Wacha in eine Sitzung des kuratorischen Teams eingebracht, das sichunter unterschiedlichen Gesichtspunkten zu einer Aufnahme derStücke in die Sammlung entschied. Das Volkskundemuseum erhieltdaraufhin die beiden Prototypen jener Keramiken, die in der Tages-heimstätte produziert und im dazugehörigen Shop verkauft werden.
1 Vgl. Kathrin Pallestrang: Fotostrecke: Corona- Lockdown. In: Öster-reichische Zeitschrift für Volkskunde LXXIV/ 123, 2020, S. 173; SusanneBezdek, Kathrin Pallestrang: Rasanter Stillstand. Impressionen unterCovid- 19. Ausstellung in der öffentlichen Passage des Volkskundemu-seum Wien, 9.2. bis 21.3.2021. Wien 2021.