Jahrgang 
124 (2021) / N.S. 75
Seite
117
Einzelbild herunterladen
 

Editorial Heft 2/2021

Diese Zeilen nutzen wir inzwischen regelmäßig, um nicht nur denInhalt des Heftes vorzustellen, sondern auch auf die Entstehungsum-stände der unterschiedlichen Texte oder Veränderungen im Team derÖsterreichischen Zeitschrift für Volkskunde hinzuweisen. Auch in diesemHeft lassen sich die fortdauernden Auswirkungen der Covid- 19- Pan-demie ablesen- und zwar in mehrfacher Hinsicht: Die Verschiebun-gen und Verzögerungen, die in unsere Alltage wie auch in die Redak-tionsabläufe hineinreichen( und uns kurz sogar vor Papierknappheitfürchten haben lassen), bilden hier die äußeren Bedingungen. Dochauch im Inhalt bleibt Covid- 19 ein Thema. So stellt Jens Wietschorkein seiner Mitteilung zu Kirchenraum und Konfession in der Pan-demie Forschungsfragen zur Digital Religion und schließt damit andie Pandemie- Texte des letzten Heftes an. Für die Museen stellt sichzudem die Frage nach dem Sammeln von Covid- Objekten und derenBedeutung für weitere museale Arbeiten und Zielsetzungen. Zweiim Frühjahr 2021 in die Sammlung aufgenommene Keramikvirenveranlassten fünf Mitarbeiterinnen des Volkskundemuseum Wien, inder Rubrik neuerDings aus der jeweiligen Sicht ihrer Aufgabengebieteebendiese vorzustellen und Einblicke zu geben, wie unterschiedlichObjekte in der Museumsarbeit be- und verhandelt werden.

Um ganz konkrete Ausstellungskonzepte und-formate in derMuseumsarbeit( auch im Kontext der Pandemie) geht es im Interviewvon Johann Verhovsek mit Birgit Johler. Die Fortsetzung der Inter-viewreihe zwischen Kolleg* innen unseres Faches, die an den Univer-sitäten und/ oder Museen arbeiten, ist uns ein besonderes Anliegenund wir freuen uns sehr, dass die Kuratorin des Volkskundemuseumsin Graz über Intentionen und Zielsetzungen der neuen Ausstellung,die im Rahmen der Steiermark- Schau 2021 in ihrem Museum eröffnetwurde, Auskunft gibt.

Die Vielfalt der Themen und Zugänge unseres Faches sowienahestehender Bereiche spiegelt sich in allen Rubriken des Heftes.Aufmerksam möchten wir insbesondere auf eine erweiterte Rezen-sion machen. Helmut Eberhart hat sich intensiv mit einem neuenBuch zu den Pinzgauer Tresterern auseinandergesetzt. Er ordnet es