Ute Holfelder, Die 10.- Oktober- Feiern in Kärnten/ Koroška
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KARNTEN UNGETE VERBRODERUNG am 24/10 1920
Abb. 1: Trunk aus dem Doppelbecher mit der Inschrift„ Kärnten – frei und ungeteilt"anlässlich des Dankgottesdienstes zum Ausgang des Plebiszits am 24. Oktober 1920 inKlagenfurt. Postkarte aus dem Kärntner Landesarchiv( Bildarchiv, A 854).
zurückzuführen“.14 Diese Haltung richtete sich nicht nur gegen dieKärntner SlowenInnen, die für den SHS- Staat gestimmt hatten, son-dern auch gegen all jene, die ihre Sprache weiterhin nutzten. Sie solltezur vorherrschenden Ideologie in Kärnten werden und die Linie deroffiziellen- gegen die slowenisch sprechende Bevölkerung gerichtete― Erinnerungspolitik im Land in den Folgejahren bestimmen.
Hervorzuheben ist, dass die Feiern bis 1924 vom von allenpolitischen Parteien getragenen Kärntner Heimatdienst( KHD) 16
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O. A.: Dankes- und Freudenkundgebung der Kärntner Landesvertretung.Festsitzung der vorläufigen Landesversammlung. In: Kärntner Zeitung,27.11.1920, S. 1-3, hier S. 3.
Zur Germanisierungspolitik vgl. z. B. Nadja Danglmaier, WernerKoroschitz: Nationalsozialismus in Kärnten. Opfer, Täter, Gegner.Innsbruck, Wien, Bozen 2015, S. 26.
Der Kärntner Heimatdienst( KHD) organisierte im Vorfeld des KärntnerPlebiszits die Propaganda auf der Deutschkärntner Seite. Er wurdezunächst von allen politischen Parteien getragen. Als 1925 die Sozialdemo-kraten ihre Mitarbeit einstellten, benannte sich der Kärntner Heimatdienstin Kärntner Heimatbund( KHB) um. Der KHB betrieb in der Zwischen-kriegszeit eine massive Germanisierungspolitik und war schon früh einSammelbecken der illegalen Nationalsozialisten. Im Jahr 1957 gründeteer sich als KHD neu. Vgl. Martin Fritzl: Der Kärntner Heimatdienst.