452 Österreichische Zeitschrift für Volkskunde
LXIII/ 112, 2009, Heft 4
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Die Namensfrage ist zwar im deutschen Sprachraum besonders aus-giebig diskutiert und dokumentiert worden, stellt sich aber ebenso im eu-ropäischen Rahmen, wie nicht zuletzt die Diskussionen innnerhalb derSIEF( Société Internationale d'Ethnologie et de Folklore) seit einigen Jahrenzeigen. Hinzu kommt, dass nicht überall in Europa die gleichen odereinfach nur vergleichbare Bedingungen für die Entfaltung des Faches,unter welchem Namen auch immer, bestehen. Im Vereinigten König-reich von Großbritannien und Nordirland arbeiten FachkollegInnen ineinem institutionellen Umfeld, in dem die Europäische Ethnologie alseigenständiges Universitätsfach praktisch kaum existiert.³ Angesichts
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Volkskunde. Darmstadt 1978; Ina- Maria Greverus: Kultur und Alltagswelt: EineEinführung in Fragen der Kulturanthropologie. München 1978; Rolf Brednich:Grundriss der Volkskunde. Einführung in die Forschungsfelder der EuropäischenEthnologie. Berlin 1988; Günter Wiegelmann: Theoretische Konzepte der Europä-ischen Ethnologie. Diskussionen um Regeln und Modelle. Münster 1990; WolfgangKaschuba( Hg.): Kulturen Identitäten- Diskurse. Perspektiven EuropäischerEthnologie. Berlin 1995; ders.: Einführung in die Europäische Ethnologie. Mün-chen 1999; Silke Göttsch, Albrecht Lehmann( Hg.): Methoden der Volkskunde. Po-sitionen, Quellen, Arbeitsweisen der Europäischen Ethnologie. Berlin 2001; HelgeGerndt: Kulturwissenschaft im Zeitalter der Globalisierung. Volkskundliche Mar-kierungen. Münster 2002; Dieter Haller: dtv- Atlas Ethnologie. München 2005;Harm- Peer Zimmermann( Hg.): Empirische Kulturwissenschaft EuropäischeEthnologie Kulturanthropologie- Volkskunde. Leitfaden für das Studium einerKulturwissenschaft an deutschsprachigen Universitäten. Deutschland – Österreich- Schweiz. Marburg 2005; Bernd Warneken: Die Ethnographie popularer Kulturen.Eine Einführung. Wien, Köln, Weimar 2006; Reinhard Johler, Bernhard Tscho-fen( Hg.): Empirische Kulturwissenschaft. Eine Tübinger Enzyklopädie. Tübingen2008.
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Zur Europäischen Ethnologie außerhalb des deutschen Sprachraumes, siehe u.a. Mai-réad Nic Craith, Ullrich Kockel, Reinhard Johler( Hg.): Everyday Culture in Europe.Approaches and Methodologies. Aldershot, Burlington/ VT 2008. Zur Namensdis-kussion in SIEF, siehe u.a. Bjarne Rogan: The Troubled Past of European Ethnology.SIEF and International Cooperation from Prague to Derry, in: Ethnologia Europaea,38( 1), 2008, p. 66–78.
Die wenigen Studienprogramme außerhalb der School of Scottish Studies in Edin-burgh sind anderen Fächern angegliedert: Anglistik( BA/ MA, Sheffield), Keltolo-gie( MA, Cardiff), Kulturgeschichte und Sozialanthropologie( MA, Aberdeen),Geschichte/ Anglistik/ Politologie( MA, Ulster). Gegenwärtig sind nur die beidenLehrstühle in Ulster besetzt, deren Ausrichtung primär auf MA- und PhD- Ebeneliegt. Siehe dazu auch Ullrich Kockel: Turning the World Upside Down. Towards aEuropean Ethnology in and of England, in: Craith, Kockel, Johler( wie Anm. 2), p.149-63.