370 Österreichische Zeitschrift für Volkskunde
LXIII/ 112, 2009, Heft 3
ÖZV, LXII/ 111, 4, 2008) und ein handgezeichnetes Bilderbuch( vgl. ÖZV,LXIII/ 112, 1, 2009) als Neuzugänge.
Aus Altbestand nachinventarisiert wurden elf Objekte aus der Bas-kensammlung Rudolf Trebitsch, die auf Grund seiner Publikationen ein-deutig identifiziert werden konnten. Zwei Landschaftskrippen wurdennach Negativen bzw. Positiven aus der Fotosammlung rekonstruiert. Zueiner dieser Krippen wurde die gesamte Korrespondenz zur Erwerbungim Bundesdenkmalamt und im Landeskonservatorat Linz gefunden.Weitere Nachinventarisierungen aus Altbestand umfassen zwei Jagdkar-ten, eine keramische Plastik der Beweinung Christi, fünf Lebzeltmodelund zwei Grafiken.
Neben der Inventarisierung der neu hinzugekommenen Objekte undNacherfassungen am Bestand verursachten im Jahr 2008 Leihgabenan-fragen einen besonders großen Aufwand für das Objektmanagement unddie Restauratorinnen. Die Überlassung von Leihgaben für fremde Aus-stellungen bedeutet jeweils Recherche, Nachinventarisierung, Fotogra-fieren, Objektreinigung, Erstellung von Zustandsprotokollen, Objektlis-ten, Leihverträgen, Versicherung, Verpackung, Versand oder Objektbe-gleitung und Rückholung der Leihgaben samt Rückführung an die jewei-ligen Standorte im Depot. Im Zuge des Leihverkehrs, der Rückführungeiner Ausstellung aus dem Ausland und der Weihnachtsausstellung imeigenen Haus wurden 2008 1.216 Objektmanipulationen durchgeführt.Nicht eingerechnet sind darin die im Rahmen des Bunkerprojekts ge-reinigten( 1.278) und zusätzlich im Rahmen von Projekten bearbeiteten3.097 Objekte.
Im Bereich der Gemälde- und Graphiksammlung fanden, neben derBeteiligung der Kuratorin Nora Witzmann an Ausstellungsvorbereitun-gen, 2008 wiederum ca. 1.000 Neu- und Nachbearbeitungen statt. Dazuwurden, gemeinsam mit der Volontärin Elisabeth Prem, sämtliche Leb-zeltmodel der Sammlung fotografiert, die Karteikarten in das digitale In-ventar übergeführt und ein Bestandskatalog erstellt. Eine größere Anzahlvon Objekten aus der Sammlung Religiöser Kleinkunst wurde gesichtet,geordnet und verpackt, obwohl diese Objekte vielfach noch nicht foto-grafiert werden konnten. Durch den dafür neugestalteten Arbeitsbereichim ehemaligen Keramikraum soll dies nun aber forciert werden.