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OZV LXIII/ 112, 2009, Heft 2
Abb. 2
Wolkenschießen durch Bogenschützen, aus: Olaus Magnus:
Historia de Gentibus Septentrionalibus, Rom 1555; Bibliothèque National, Paris.
gelassene Akteure kaum eingestellt sind.<< 4 Da Natur- und Kulturwis-senschaften diesbezüglich bislang kaum kooperieren, soll im Folgendenzunächst der Stand der historischen Klimaforschung, anschließend jenerder Kulturanthropologie skizziert werden.
Der Stand der Klimaforschung ist nicht zuletzt deshalb komplex,weil das wissenschaftliche Interesse an der Klimageschichte und an derhistorischen Klimageographie im deutschsprachigen Raum auf eine lan-ge Tradition blicken kann, deren Anfänge bis zum Ende des 18. Jahr-hunderts reichen. Am Ende des 19. Jahrhunderts intensivierten sich dieBemühungen, als etwa Eduard Brückner die Klimaschwankungen inDeutschland seit dem 17. Jahrhundert untersuchte und Albert Riggen-bach eine Analyse 100jähriger Wetterbeobachtungen in der Schweiz vor-legte. Um die Wende zum 20. Jahrhundert wurden die Bemühungenum die Erforschung der Klimageschichte intensiviert. Gustav Hellmannlegte 1893 ein» Repertorium der deutschen Meteorologie« vor, das un-ter anderem eine Bibliographie der Quellen mit Wetter- und Klimabe-obachtungen und die wissenschaftliche Literatur umfasste- bis heuteeine unverzichtbare Grundlage für die Recherche historischer Wetterauf-zeichnungen. Schließlich geht auch der Ausbau des operationellen me-
4 Ludger Heidebrink, Claus Leggewie, Harald Welzer: Von der Natur- zur sozialenKatastrophe, in: Die Zeit, 45, 2007, S. 46.
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Eduard Brückner: Klimaschwankungen seit 1700 nebst Bemerkungen über die Kli-maschwankungen der Diluvialzeit. Wien, Olmütz 1890. Albert Riggenbach: Die Ge-schichte der meteorologischen Beobachtungen in Basel. Basel 1892.
Gustav Hellmann: Repertorium der deutschen Meteorologie. Leipzig 1883.