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Bemerkungen zu St. Engelbert
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Herbert Nikitsch, Bemerkungen zu St. Engelbert

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musste sich aber schließlich mit dem Namen einer» Doll-fuß- Gedächtniskirche« begnügen. Immerhin hatten sich die Währingererfolgreich>> um eine Reliquie S. Engelberti in Köln beworben«< 4 und be-saßen somit ein liturgisch hochkarätiges Objekt, dem man auch in derGestaltung der Fenster des neuen Altarraumes durch Darstellungen derHeiligen Engelbert und Theodor letzterer der Namenspatron des da-maligen Kardinals Innitzer- gerecht wurde.42 Und so verfügt diese Kir-che, im Gegensatz zum ehemaligen» Kanzlergedächtnisbau<< 43, bis heuteüber ein Dollfuẞdenkmal als ein ständestaatliches Relikt, das praktischunverändert existiert.44( Abb. 2)

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Damit haben wir, neben unserer Engelbert- Statue 45, einen weiterenBeleg dafür, dass sich einige dieser politisch- ideologischen Manifestatio-die sich ja ansonsten, soweit nicht bereits im Jahr 1938 zerstört,nur noch in musealem Umfeld finden46 in sakral- kirchlicher Camou-flage gewissermaßen» in situ<< 47 erhalten haben. Und das wieder könnte

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40 Auszüge aus den Berichten der Pfarre von St. Gertrud Wien- Währing 1884–1984.Zusammengestellt von Pfarrer Hubert Schachinger. Wien 1984, S. 66.

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Ebda. S. auch die Abbildung in: Österreichische Volksschriften. Die Bilder- Woche,Blatt Nr. 3, 1935, Nr. 4:» Kardinal Innitzer übergibt Pfarrer Schubert eine Reliquiedes hl. Engelbert für die Dr. Dollfuß- Gedächtniskirche in Wien( Währing)«; http: //aeiou.icm.tugraz.at/aeiou.history.docs/40036.htm( Zugriff 15. 2. 09).

42 Alfred Missong: Heiliges Wien. Ein Führer durch Wiens Kirchen und Kapellen. 3.,neu bearb. Aufl., Wien 1970, S. 235.

43 Schachinger( wie Anm. 40).

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Das im Fensterbogen angeführte Herrenwort(» Vergib ihnen, denn sie wissennicht...<<) bezieht sich auf den legendären Topos, dass Dollfuß sterbend>> großmütigseinen Mördern verziehen hat«<, s. Grassegger( wie Anm. 29), S. 85( Zitat aus derEinweihungsansprache des Dollfuß- Denkmals in St. Peter bei Graz, vgl. Anm. 47).Beim Familienasyl in der Minciogasse wurde( wie bei allen anderen ehemaligen Ein-richtungen dieser Art) einzig die Bezeichnung geändert, diesfalls durch die Erset-zung des Schriftzuges» Familienasyl St. Engelbert«< durch» Erbaut von der GemeindeWien im Jahre 1936<<.

So lagert etwa der Torso des von Gustinus Ambrosi 1937 geschaffenen Dollfuẞdenk-mals im Ambrosi- Museum Stallhofen, Grassegger( wie Anm. 29), S. 88.Auch in den Bundesländern finden sich dafür einige( und bei genauerer Suche wohlmehrere) Beispiele. So etwa das» den hl. Engelbert mit Krummstab« darstellende>> Dollfuẞdenkmal«< an der Nordseite der Pfarrkirche in St. Peter bei Graz, bei demnur eine>> ursprünglich unter dem Hochrelief befindliche Gedenktafel für EngelbertDollfuẞ vermutlich 1938 entfernt[ wurde]«, Grassegger( wie Anm. 29), S. 85; oder dieGlasmalerei in der Pfarrkirche Rekawinkel( 1934 als Engelbert- Dollfuß- Gedächtnis-kirche errichtet), die den Hl. Engelbert zusammen mit einigen anderen( bekannten)Heiligen( Josef, Leopold, Florian etc.) zeigt, dat. 1937; Peter Aichinger u. a.( Bearb.):Niederösterreich südlich der Donau, Teil 2, M bis Z(= Dehio- Handbuch- DieKunstdenkmäler Österreichs). Horn, Wien 2003, S. 1746. Natürlich ist auch zu nen-

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