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ÖZV LXIII/ 112, 2009, Heft 1
Es handelt sich bei den Phonogrammen um die älteste systematischeErfassung dieser Dialekte, die überhaupt existiert.
Es gibt Gebiete, in denen Trebitsch aufgenommen hat, wo die tra-ditionellen Dialekte heute nicht mehr gesprochen werden( z. B. denAldudes, im Roncal), wodurch den Phonogrammen besondere Be-deutung zukommt.
Aufgrund der Vermittlung von Schuchardt( und der Weitervermitt-lung durch Urquijo) hatte Trebitsch äußerst bedeutende Gesprächs-partner, die ihm auch selbst als Gewährsleute zur Verfügung standen,ihm beim Auffinden weiterer Informanten halfen und die für ihn dieTranskriptionen sowie die Übersetzungen seiner Aufnahmeproto-kolle angefertigt haben. Zu nennen sind: Julio de Urquijo, GeorgesLacombe, 24/25 Pierre Broussain26, Gregorio de Múgica27 und Resur-
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Georges Lacombe, 1879-1947, baskischer Sprachwissenschaftler, Volkskundler undDialektologe; studiert und lebt vorwiegend in Paris. Mitglied der Société Linguis-tique de Paris und des Institut de Anthropologie. Er übernimmt auf Angebot vonUrquijo das Sekretariat der» Revista Internacional de Estudios Vascos<< und leitet mitdiesem gemeinsam über viele Jahre die Zeitschrift. Arbeitet lange an einer Disser-tation über den Dialekt der Aldudes, die er nie präsentiert. Mitglied der baskischenAkademie Euskaltzaindia. Lacombe sammelte zahlreiche andere baskologische Kor-respondenzen, wodurch sein Nachlass( heute an der Biblioteca Azkue der Euskal-tzaindia) zu einem wichtigen Instrument wurde. Es existiert ein mehr als 500 Stückeumfassender Briefwechsel mit Hugo Schuchardt.
Schuchardt empfiehlt Trebitsch, seine in der Wiener Akademie der Wissenschaftenzu veröffentlichende Reise- und Aufnahmebeschreibung zuvor Urquijo bzw. Lacom-be zur Korrektur zu senden. Trebitsch lehnt dies zuerst rundweg ab, tut dies aberdann offenbar auf Druck von seiten der Akademie. Es bleiben dennoch einige Idio-synkretismen erhalten.
Pierre( Piarres) Broussain, 1859-1920, studierte und lebte fast 20 Jahre in Paris, da-nach Arzt im labortanischen Heimatort Hasparren, dort auch zeitweise Bürgermeis-ter, aktiv im Cercle d'Études Euskariennes, arbeitet an vielen baskologischen Zeit-schriften und der Eusko Ikaskuntza- Sociedad de Estudios Vascos mit, beschäftigtsich viel mit Fragen der Zukunft der baskischen Sprache und der Kodifizierung desEinheitsbaskischen( Euskera Batua), dazu schreibt er gemeinsam mit Arturo Campi-ón für die Akademie ein» Informe sobre la unificación del euskera«. Leistet wichtigeUnterstützungsarbeit für Azkues Wörterbuch und für dessen Volksliedsammlung.Mitglied der baskischen Akademie Euskaltzaindia.
27 Gregorio de Múgica, 1882-1931, guipuzkoanischer Publizist und Essayist, Baskologe.U.a. auf baskische Volkskultur spezialisiert. Gründete 1911 die Zeitschrift»> Euskaler-riaren Alde<< und war Mitarbeiter auch zahlreicher anderer Periodika wie»> PuebloVasco«<,>> Euzkadi«<,» Revista Internacional de Estudios Vascos«<, u.a. Veröffentlichtauch unter verschiedenen Pseudonymen. Wichtige Stütze der Eusko Ikaskuntza-Sociedad de Estudios Vascos.