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ÖZV LXIII/ 112,2009, Heft 1
Wissenschaften die phonographischen Altbestände mithilfe zeitgemäßerTechnologien, aktueller Formate und verbesserter Textbearbeitung neuediert, und die Sammlungsbestände am Volkskundemuseum werden-nicht zuletzt im Rahmen der laufenden Aktivitäteneiner genaueren
Sichtung unterzogen.
Trebitsch war selbst weder Baskologe noch Sprachwissenschaftlerund in beiden Fächern auch nur mäßig gebildet. Es handelt sich also umden Beitrag eines Fachfremden. Er integrierte sich allerdings für die Zeitdieser Beschäftigung in ein Netzwerk, zu dem ihm insbesondere HugoSchuchardt die Türen öffnete, und dieses Netzwerk unterstützte ihn we-sentlich in der Beschaffung jener Sammlungen, mit denen er sich in dieWissenschaftsgeschichte eingetragen hat. Der vorliegende Beitrag ver-steht sich als Illustration eines solchen Netzwerks, wie es noch Anfangdes 20. Jahrhunderts von jemandem, der es sich aus( familiär bedingten)ökonomischen Gründen leisten konnte, fruchtbar gemacht wurde. Lei-der sind von den Briefwechseln jeweils nur die Beiträge Trebitschs, nichtaber die seiner Briefpartner erhalten, doch lassen diese bereits die Positi-onen der Korrespondenten erahnen. Es gibt mittlerweile einige kritischeAnhaltspunkte zur Person und zum Wirken von Trebitsch. So soll nacheiner kurzen Vita sein wissenschaftliches Curriculum kurz dargestellt,seine Arbeitsweise illustriert und sein Œuvre kritisch beleuchtet wer-den. Die Auseinandersetzung mit seiner Arbeit begann ja baskischerseitsschon als direkte Reaktion auf seinen Aufenthalt im Lande. Interessanter-weise war diese unmittelbare Auseinandersetzung wesentlich kritischer,denn in der späteren Rezeption überwog der unkritische Nationalismus
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Anlass zur vorliegenden Arbeit war eine Arbeitstagung» Regional culture as reflectedby museum collections. Analysis of the collections of Rudolf Trebitsch( 1876-1918)against the background of European regionalization«<, die am 18. April 2008 im Ös-terreichischen Museum für Volkskunde stattgefunden hat. Damit bestand für michzum vierten Mal innerhalb der letzten zehn Jahre Anlass, mich mit Trebitsch aus-einanderzusetzen. In diesen periodischen, aber jeweils nicht sehr lange dauerndenBeschäftigungen waren mir verschiedene Kollegen behilflich: Maria Jose Kerejeta,Franz Grieshofer, Gerda Lechleitner, Matthias Beitl, Herbert Nikitsch, Irma Wulz,Pruden Garcia, Karmen Bilbao, Andrea Lackner. Ihnen gilt mein Dank, sowie für dieeditorische Unterstützung in dieser Zeitschrift Konrad Köstlin und Margot Schind-ler. Für die beteiligten Personen werden folgende sehr transparente Abkürzungenverwendet: RT( Rudolf Trebitsch), HS( Hugo Schuchardt), JdU( Julio de Urquijo),RMA( Resurrección María de Azkue). Zu allen Schuchardt betreffenden Details vgl.das elektronische Schuchardt- Archiv unter http://schuchardt.uni-graz.at.