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Chronik der Volkskunde
ÖZV LXII/ 111
Ostereier aus Mähren
25. Februar bis 29. April 2007
Eier dienten den Menschen seit Jahrtausenden nicht nur als Nahrungsmittel,sondern als Symbol von Fruchtbarkeit, Kraft und Regeneration, von ewigemLeben und Wiederauferstehung und auch für zahlreiche Rituale. So bliebbeispielsweise der Brauch, Eier als Grabbeigaben in Gräber zu legen, inMähren bis ins Mittelalter erhalten. Das Verzieren von Eiern ist in Mährenseit Jahrhunderten als kulturelles Phänomen zu beobachten. Die älteste undhäufigste Methode der Verzierung war das Färben mit roter Farbe. In derVolkssymbolik ist Rot die Farbe der Stärke und des Lebens, die böse Mächtebekämpft. Weitere Verzierungstechniken sind Batik( Bemalen mit Bienen-wachs), Bemalen mit Farbe, Kratzen, Ätzen und Applizieren. Das Interessean Ostereiern in Böhmen und Mähren ist eng mit der Gründung von volks-kundlichen Museumssammlungen im späten 19. Jahrhundert verbunden.Die größten Sammlungen befinden sich in den Museen in Prag, Olmütz undBrünn. Die Ostereier- Sammlung des Ethnographischen Instituts des Mähri-schen Landesmuseums in Brünn umfasst über 7.000 Stück. Eine Auswahlvon rund 350 davon waren im Ethnographischen Museum Schloss Kittseezu sehen.
Saiten BlickeVolksmusik
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Joseph Joachim und die Geige in der europäischen
6. Mai bis 4. November 2007
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Anlässlich des 100. Todestages des Violinvirtuosen, Komponisten und Di-rigenten Joseph Joachim – geboren am 28. Juni 1831 in Kittsee, gestorbenam 15. August 1907 in Berlin widmete sich die Ausstellung„, Saiten-Blicke Joseph Joachim und die Geige in der europäischen Volksmusik“der Geige als Instrument und Kulturerscheinung. Die Ausstellung begab sichauf die Suche nach Alltäglichem und Besonderem, Volkskundlichem undSymbolhaftem, Handwerklichem und Künstlerischem: Um die Geige ran-ken sich zahlreiche Märchen, Mythen und Heiligenlegenden, und die beson-dere Form des Instruments ruft Assoziationen mit dem weiblichen Körperhervor. Handwerklich begabte Volksmusikanten verändern, verfremden undverzieren kunstfertig die Gestalt des Instruments. Solchen höchst individu-ellen Schöpfungen steht eine Suche nach dem vollkommenen Klang gegen-über. Während das Instrument eine hohe Wertschätzung erfuhr und erfährt,blieben die aufspielenden Musikanten oft unbedankt und ungeliebt. Bilderund alte Verordnungen geben einen Begriff vom harten Leben der Schmalz-