Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde111 (2008) / N.S. 62Nikitsch, Herbert: Promulgation – vom Votivbild zum Graffiti

  
Aufsatz in einer Zeitschrift 
Promulgation – vom Votivbild zum Graffiti : Beobachtungen zur „popularen Religiosität“?
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Mitteilung

ÖZV LXII/ 111

Solchen Rückgriff sehen wir etwa in jenen Votivtafeln des, Staatsbeamteni. P."- die als Mittel jener ,, rituellen Heraushebung der eigenen Singulari-tät, gewissermaßen als Medien der Kundgabe seiner selbst, ihrerseitswieder an die Promulgationssäkularisate des Graffitijüngers erinnern, demwir zuletzt über die Schulter geschaut haben: Auch sie spiegeln die Suchenach einem Ich, dem unter den Vorzeichen der oft beschworenen Säkula-risierung Selbstvergewisserung zum Glaubensinhalt geworden ist.

WIL

Mit großen verdranten kom web zu dir daber, Midlervoit der yngden. In wein schan alles vortynein wasich van dir begeher. Ich vertroue aut dich und Sofvon dir, durb Sites und mit Feen, Aus groter

hersiteit, diese Snad mir zu zu lvréchen.

Abb. 2( oben): Votivtafeln, MariaEnzersdorf, 2007

Abb. 1( links): Votivbild, ÖMV,Inv.Nr. 41.931

TAUSEND

VIELEN DANK

WA

Abb. 3: Maria vomSiege, Wien, 2008