Jahrgang 
111 (2008) / N.S. 62
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Chronik der Volkskunde

ÖZV LXII/ 111

dgv- Studierendentreffen, 7. bis 10. Juni 2007 in Wienam Institut für Europäische Ethnologie

Das dgv- Studierendentreffen wird jedes Jahr von einem anderen Institut imdeutschsprachigen Raum durchgeführt- organisiert von Studierenden fürStudierende. Ziel und Zweck ist es, sich auszutauschen, an aktuellen The-men zu arbeiten, ein anderes Institut kennen zu lernen. Während des Studie-rendentreffens 2006 in Marburg wurde Wien als nächstes Austragungs-institut ausgewählt. Wir die Teilnehmer/ innen des Wiener Instituts LauraHompesch, Martin Jonas, Judith Punz und Anna Stoffregen waren zu-nächst zögerlich, denn wir hatten uns mit dieser Möglichkeit bis zu diesemZeitpunkt nicht auseinandergesetzt. Da aber so viele Studierende gerne nachWien kommen wollten, versprachen wir, dieses Treffen zu viert zu planenund durchzuführen. Im Folgenden möchten wir die verschiedenen Stationender Vorbereitung und Durchführung rückblickend betrachten, einen Ein-blick in unsere Arbeit gewährleisten, die bereits ein knappes Jahr vorherbegann und die Ereignisse und Eindrücke des Treffens noch einmal Revuepassieren lassen.

Bereits im August 2006 setzten wir uns zusammen, um mit der Planungzu beginnen. Nachdem erste inhaltliche Ideen bereits diskutiert wurden,stand bald fest, dass wir das Treffen um einen Arbeitstag verlängern wollten.Zum einen hielten wir uns vor Augen, dass für viele Studierende die Anreisesehr zeitaufwendig und teuer sein würde, und wir wollten zumindest dieMöglichkeit bieten, Wien auch außerhalb des Instituts zu erleben. Zumanderen aber wollten wir einen Raum für tiefergehende Auseinandersetzungmit fachspezifischen Inhalten schaffen. Wir wollten die in verschiedenenWorkshops zu behandelnden Themen nicht nur ansprechen, sondern ausgie-big diskutieren und die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit dokumentieren.Das erforderte eine gründliche Vorbereitung der einzelnen Workshopslange vor dem eigentlichen Treffen. Um dieses Vorhaben realisieren zukönnen war es notwendig, genügend Studierende des Instituts zu mobilisie-ren, um uns bei der inhaltlichen Aufbereitung der Themen zu unterstützen.

Mit einem groben Gerüst im Kopf mussten wir uns zunächst auf einenthematischen Schwerpunkt einigen, der während der Tagung im Mittelpunktstehen und den Rahmen für die einzelnen Workshops stecken sollte. Nacheinigen Überlegungen, Wien als Ausgangspunkt zu nehmen, uns also Wien-spezifischen Themen zuzuwenden, wie beispielsweise der Tourismusfor-schung, verlagerte sich die Motivation jedoch schnell zu einem größerenund allgemeineren Themenkomplex: der Frage nach der Fachidentität. Mitdem Ziel vor Augen, Studierende der Europäischen Ethnologie aus Öster-reich, Deutschland und der Schweiz zum Kommen zu bewegen, erschien