1999, Heft 3
Mitteilungen
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tiert 32- als eine Form der Distribuierung und Popularisierung volkskundli-chen Wissens, die den Schwerpunkt von Perkmanns Aktivitäten bildeten.Wenn Perkmann in der Vereinszeitschrift nur sporadisch als Mitarbeiterinaufscheint, in den Jahres- und Tätigkeitsberichten des Vereins ist sie umsohäufiger präsent. Regelmäßig zeichnet sie hier für Volkshochschulkurse,Führungen, Ausstellungen und Vorträge in den verschiedensten volksbild-nerischen³3 und wissenschaftlichen 34 Institutionen verantwortlich; und dasim folgenden exemplarisch herausgegriffene Jahr 1934 bildet da wederhinsichtlich der Thematik noch in der Vielzahl ihrer einschlägigen Aktivitä-ten eine Ausnahme: ,, Frau Dr. A. Perkmann sprach im Deutschen Schulver-ein Südmark, über volkstümliche Krippenkunst', in der Arbeitsgemeinschaftfür Körperliche Erziehung über, Geschichte der Volkskunde', hielt überEinladung der kathol. Aktion 7 Vorträge über, Volkstumspflege in derPfarrarbeit', für die evangel.- soziale Frauenschule 2 Vorträge in Verbindungmit Führungen, für die Ilse Arlt- Schule als Fortsetzung des Einführungskur-ses von Prof. A. Haberlandt 3 Vorträge und eine Führung, 3 Vorträge für dieLehrerschaft, in der Volkshochschule Ottakring 2 Vorträge im Rahmen desKurses, über Herbst- und Winterbrauch', 4 Führungen für eine Lehrerbil-dungs- Anstaltsgruppe mit Dr. H. Mairinger, den Volksbund der Katholiken,den freiwilligen Arbeitsdienst und die Internationalen Hochschulkurse mitDr. Trojan. Im Radio hielt Dr. A. Perkmann 7 Vorträge, in der kathol. sozialenFrauenschule einen Vortrag über volkstümliche Advents- und Weihnachts-bräuche. Mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft für Volkskunde leitetedieselbe endlich in der Urania eine Weihnachtskrippenausstellung." 35
Diese penibel- erschöpfende Auflistung bedarf keiner Ergänzung- undauch kaum des Hinweises, daß sich Perkmann ab 1934 linientreu mitständestaatlicher Kulturpolitik fühlen konnte in ihren Vorstellungen voneiner volkskundlichen Praxis, die ,, in raschem Aufblühen begriffen, nun-
32 Vgl. Volkskundliche Bibliographie für das Jahr 1927. Berlin und Leipzig 1933.Im 1939 erschienenen Band für die Jahre 1933 und 1934 firmiert Perkmann zumletzten Mal in der Liste der Mitarbeiter.
33 Wiederholt genannt sind etwa die ,, Urania", das Volksheim( VolksbildungsvereinStöbergasse), der ,, Verein christlicher junger Männer", der ,, Verein katholischerLehrerinnen oder das ,, American Institute of Education".
34 Erwähnt sei etwa der Vortrag über ,, Gottesdienstliche Tänze im Christentum" aufder Tagung des Verbandes Deutscher Vereine für Volkskunde in Weimar( Oktober1933), an dem Perkmann gemeinsam mit K. Spieß in Vertretung des Vereinssowie des klassisch- philologischen Seminars der Universität und des Arbeitsaus-schusses für das Volksliedunternehmen des Bundesministeriums für Unterrichtteilgenommen hat.
35 Jahresbericht des Vereines und Museums für Volkskunde für das Jahr 1934. In:Wiener Zeitschrift für Volkskunde 40, 1935, S. 25-32, hier S. 27.