Jahrgang 
102 (1999) / N.S. 53
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1999, Heft 1

Chronik der Volkskunde

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Franz v. Zülow, Sonne, Mond, Sterne( 1950). Tuschfeder aquarelliert auf Karton,Landesgalerie Oberösterreich

liebtesten Stern- Motive in volkskundlicher wie moderner Kunst. In man-chen Weihnachtskrippen wird Jesus selbst zum Leit- Stern, wenn die Schnit-zer inmitten des Krippensternes ein Jesuskindlein hineinsetzen( D. Assmann1998, S. 6 f.). Diese seltene Darstellung findet sich in der Ausstellung beieinem Tiroler und einem Ebenseer Krippenstern.

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Die ,, Heiligen Drei Könige sind u.a. durch die Stern- Stangen undGewänder der Kittseer Sternsinger vertreten. Der Brauch des Sternsingensoder Dreikönigssingens entwickelte sich im 16. Jahrhundert als Heischeum-zug zum Bestreiten des Lebensunterhaltes. Drei Schülerspäter auchHandwerker, arme Frauen oder Zigeuner Glossar ::: zum Glossareintrag  Zigeuner- gingen verkleidet und z.T. mas-kiert mit einem Stern oder einem zusätzlichen Sternträger von Haus zu Haus,sangen Ansing-, Vorstell- und Heischeverse, segneten die Häuser und erhiel-ten dafür eine Spende. Mittlerweile sind nur mehr Kinder als Brauchträgertätig. Das Geld wird von der katholischen Kirche für die Dreikönigsaktiongesammelt und sozialen Projekten in aller Welt zugeführt. Ergänzt wurdendie Umzüge wie die Ausstellung durch dreh- und beleuchtbare Laternen inSternform oder mit Stern- Motiven aus dem Österreichischen Museum fürVolkskunde in Wien( Wieser 1966, S. 14–68).