Jahrgang 
108 (2005) / N.S. 59
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2005, Heft 1

Chronik der Volkskunde

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zum Thema des Hauses haben muss. Brigitte Butschek, die für Organisationund Koordination des Museumsbetriebes zuständig ist, sprach von denGewinnen aus dem Geschäft als wesentliche finanzielle Grundlage desMuseums. Dieses vermarktet sich außerdem auf Freizeit- und Tourismus-messen.

Der Grazer Museumsshop im Kunsthaus bildet eine Einheit mit derKassa. Das bringt zwar mehr Aufmerksamkeit der Besucher für den Shop,geht aber zu Lasten einer individuellen Beratung. Neben einem den Jahreszeitenangepassten Textilprogramm und verschiedenen Designobjekten, ist dort spe-zifische Literatur erhältlich, die ansonsten in Graz schwer zu finden ist.

Gert Chesi vom Haus der Völker in Schwaz in Tirol gab einen emotionalvorgetragenen Überblick über sein Lebenswerk. Hier wurde offensichtlich,dass auch ein aufreibender persönlicher Einsatz manchmal erst spät Aner-kennung findet. Individuelle organisatorische Lösungen stehen dort imVordergrund des musealen Alltags. Abgesehen von den illustren und durch-aus vergnüglich wahrgenommenen Erfahrungen des Herrn Chesi enthieltdieser Beitrag wenig Beispielmaterial für den Museumsalltag.( M. B.)

Workshop C: Kundenbindungen

Hier vermittelte der Vortrag von Jutta Hackstock- Sabitzer von Kastner&Öhler über ,, Stammkunden als größter Schatz eines Unternehmens kon-kret stellte die Referentin die PlusCARD des Kaufhauses vor- vorerst denEindruck, nichts oder wenig mit Museumsaktivitäten gemeinsam zu haben.Und doch konnten aus den Unternehmensbemühungen um Stammkundenwichtige Erkenntnisse auch für den Museumsbereich gewonnen werden,denn laut Hackstock- Sabitzer sind Stammkunden loyale, profitable undbekannte Kunden, die 80% des Umsatzes bringen. Für ein Museum bedeutetdas u.a., sich darum zu bemühen, seine Kunden, also die Besucher/ innenbesser kennenzulernen und regelmäßigen Kontakt z.B. über direkte An-schreiben zu forcieren.

Der erste Vortrag des nächsten Tages von Hans Putzer, Chefredakteur,, Neues Land", widmete sich dem Thema Kundenbindung eher von dertheoretischen Seite, indem zahlreiche Thesen auf- und vorgestellt wurden,deren Aufzählung den Umfang dieses Berichts sprengen würde.

Im Anschluss folgten zwei konkrete Beispiele von Kundenbindung ausder Praxis, und zwar von Volker Hänsel über ,, Schloss Trautenfels- Modelleiner regionalen Kundenbindung" und von Walter Mayr über ,, Kulturhisto-risches Marketing am Beispiel der Pferdeeisenbahn"( Rainbach im Mühl-kreis). Schloss Trautenfels betreibt einen überaus aktiven Verein, der für