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Mitteilungen
ÖZV LV/ 104
etwa der nunmehr im Museumskino wieder wirkende Kinooperateur. DieErzählungen dieser Personen und der einschlägigen Literatur Entnommenesin Verbindung mit den jeweiligen Objektbeständen bilden überdies stets dieGrundlage für die Probeführungen der Studierenden am Ende derMönchhofwoche. Sie fließen außerdem in abzufassende Bereichstexte ein,die, neben der Erarbeitung der Inventarkartei, für einen Zeugniserwerbgefordert sind.
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Versuch VI im Jahr 2000 fiel aus dem Rahmen. Anläßlich des 10jährigenBestehens des Museums sollte ein Museumsführer verfaßt werden, derpünktlich zur Eröffnung der Jubiläumsausstellung„ Ein Museum feiertGeburtstag“, präsentiert werden konnte. Der Katalog ist zweigeteilt konzi-piert: Im ersten Teil, für den eine Schweizer Sozialinstitution verantwortlichzeichnet, kann der Leser gleichsam einen Spaziergang durch das Museumund damit auch durch die Kulturgeschichte der Region machen. Der zweiteTeil gilt der Ergänzung bzw. Vertiefung- da waren wir von der Universitätzuständig. Für dieses Vorhaben mußten die Proseminaristen vor allem sehrpunktgenaue Gesprächsinterviews zu 26 vorgegebenen Themenbereichenführen und eine Seite umfassende Kurztexte vor Ort abfassen 26 Stückanalog zum Alphabet; der Titel des Katalogs heißt auch ,, Museum von A bisZ. Meine Tutorin und ich überlegten im Vorfeld der Veranstaltung dieAuswahl der Museumsgegenstände sehr genau, um zum einen Überschnei-dungen mit Teil I hintanzuhalten und zum anderen, um eine möglichst großeBandbreite von Sonden legen zu können. So ist etwa in Teil I die historischeEntwicklung des Schulwesens im Heideboden abgehandelt, und im zweitenTeil am Beispiel des Abakus der Schulalltag mit Unterrichtsfächern, Haus-aufgaben, Pausenzeiten, Schulausflügen, Maikäfersammeln, Benimmregelnusw. nachzulesen. Jedes der Objekte ist außerdem mit einer Schwarz- Weiß-Abbildung illustriert. Die Photographin, auch eine einstige Inventarisiere-rin, hat sich dieser Sache gerne und unentgeltlich angenommen. Das, wasjetzt so einfach klingt, bedurfte jedoch einer ausgeklügelten Organisationvon uns Projektleiterinnen und von Haubenwallners. Und den Gesprächs-partnern wurde eine ausnehmende Konzentration auf die gestellten Frage-komplexe ebenso abverlangt wie den Studierenden in Hinblick auf diesofortige Verschriftlichung von bereits vorhandenem Wissen und über dieInterviews neu Hinzugekommenen. Das Zusammenführen der beiden Kata-logteile sollte dann wieder meiner Tutorin und mir noch einiges Kopfzer-brechen bereiten.
4 Gertraud Liesenfeld und Jürg Jegge( Ltg. und Txt.): Museum von A bis Z. DasDorfmuseum Mönchhof im Seewinkel. Volkskultur zum Anfassen. Katalog.Mönchhof 2000.