2001, Heft 2
@ftermining
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Ebenfalls im Amtshaus residiert ein montanhistorisches geologischesForschungsinstitut, dessen Gründung auf die Initiative eines sehrumtriebigen Diplomingenieurs zurückgeht, der sein persönlichesHobby- das Aufspüren ehemaliger Metallverarbeitungsstätten- soweit vorangetrieben hat, bis dieses Büro gegründet werden konnte,welches wiederum Arbeitsplätze schafft. All diesen Initiativen istgemeinsam, daß sie trotz aller Bemühungen und ausgezeichneterIdeen auf Förderungsmittel der öffentlichen Hand oder der Europäi-schen Union angewiesen sind.
Eine andere Idee hat ein ehemaliger Bergmann verwirklicht, indemer auf dem Betriebsgelände am Erzberg eine Werkstätte eingerichtethat, in der Laien sich im Schmiede- und Schlosserhandwerk versu-chen können. Dieses Angebot gehört mittlerweile zum touristischenRepertoire für Eisenerz- Urlauber, bietet dem Arbeiter und seinendaran beteiligten Kollegen aber die Möglichkeit, ihrer Profession, diesie immer mit viel Freude ausgeübt haben, weiterhin nachzugehen.Eine weitere Initiative wurde von einem befreundeten Paar gestar-tet. Marianne und Jürgen stammen aus Eisenerz, leben und arbeitenheute aber in Wien. Vor allem Marianne muß als treibende Kraft beidiesem Unternehmen gesehen werden. Nach ihrer Ausbildung zurFremdenverkehrsfachfrau arbeitete sie in verschiedenen Hotels, ehesie vor einigen Jahren zur rechten Hand und Teilhaberin des Eigen-tümers einer Hotelkette wurde, die Hotels in verschiedenen LändernMitteleuropas betreibt. Marianne – unter Beteiligung von Jürgen, derals Ingenieur in einem internationalen Elektronikunternehmen tätigist brachte ihren Chef vor einigen Jahren dazu, gemeinsam mitJürgen und ihr in einen Kiosk beim Schaubergwerk in Eisenerz zuinvestieren. Dieser Kiosk befindet sich im Gebäude, das Ausgangs-punkt der Führungen am Erzberg und ins Schaubergwerk ist, undwurde von der Erzberg GmbH gepachtet. Wurden zunächst haupt-sächlich Souvenirs, Getränke und Snacks sowie Süßigkeiten ver-kauft, haben die Betreiber mittlerweile zu einem richtigen Speisebe-trieb expandiert und kochen für ganze ,, Busladungen“ von Touristen.Die Angelegenheit, die zunächst eigentlich als Form einer Liebhabe-
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60 Diese Idee mit der Werkstatt hat dieser Bergmann erst Jahre nach unserem erstenGespräch verwirklicht. Er gehörte zu jenen Leuten, die mit 51 Jahren in dasSonderunterstützungsgesetz geschickt wurden, und er erzählte mir damals, wiesehr er seine Arbeit geliebt habe und daß er sich jetzt fast ein bißchen nutzlosvorkomme, nachdem er nicht mehr arbeiten dürfe.