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Volker Klotz
ÖZV LV/ 104
Buschs gezeichnete und erzählte Abenteuer gipfeln in haarsträuben-den Turbulenzen. Hervorgerufen auch hier durch Müßiggänger, dienur zu oft in nimmermüde Müßigrennerei geraten. Tätliche Untaten,selbstzweckliche Betriebsamkeiten brechen herein übers geruhsameGleichmaß des kleinbürgerlichen Privatlebens. Akteure der unver-hofften Schrecknisse sind allemal die noch nicht gezähmten Kinderund Jugendlichen, menschliche wie tierische.
Energische Anschläge verüben diese unerwachsenen Müßiggängergegen die erlahmten seẞhaften Besitzer von Hausstand und Moral.Warum und wozu? Gewiß auch aus destruktiver Bosheit. Aus einerfreilich nicht näher begründeten Bosheit, die mancher Busch- For-scher etwas voreilig absolut setzt, allenfalls ableitbar aus der Scho-penhauer- Lektüre des Autors.
Abb. 4: Aus: Wilhelm Busch: Sämtliche Bildergeschichten. Hrsg. von RolfHochhuth, Gütersloh, Prisma Verlag, o.J., Max und Moritz bei Schneider Böck.
Noch mehr, so scheint mir, regt sich in jenen Un- Tätern eine andere, einekonstruktive Antriebskraft. Nämlich: hemmungslose, unbremsbare Expe-rimentierlust. Man achte auf die gespannte Körperhaltung, auch auf denerwartungsfreudigen Gesichtsausdruck der jungen Helene, des Max unddes Moritz. Hochgradige Wißbegier ist da auf dem Sprung. Unbändiges,