Aufsatz in einer Zeitschrift 
Vom Müßig-Gänger zum Un-Täter : Nichtsnutz in Bühnenstücken und Bildergeschichten Volker Klotz
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Volker Klotz

ÖZV LV/ 104

Ob der bitterböse Friederich zerstörerisch um sich haut und tritt; obder Zappel- Philipp heftig auf dem Stuhl schaukelt( Abb. 1); ob dasPaulinchen zündelnd umherspringt( Abb. 2); ob Hans Guck- in- die-Luft hochgereckten Kopfs durch die Straßen stürmt: jedesmal mußschrecklich büẞen, wer mit seinen Kräften nicht haushält, wer seinemBewegungsdrang nutzlos und zwanglos freien Lauf läßt.

Abb. 2: Aus: Heinrich Hoffmann: Der Struwelpeter oder lustige Geschichten unddrollige Bilder. Berlin, Rütten& Loehning, 1998, 543. Aufl.

Die meisten Bildergeschichten des Struwwelpeter zielen darauf ab,Müßiggang als Müßigrennerei anzuprangern und zu stoppen. Vonklein auf soll der bürgerliche Nachwuchs buchstäblich domestiziertwerden. Wörtlich: verhäuslicht und gezähmt. Drinnen, zwischen denvier Wänden, wo das Familienoberhaupt ebenso streng auf Ruhe und