schiff vor, also die Mischung von Quer- und Längstennenbau in Formder Kreuztenne 172).
Um im Köẞlerhäusl die Räume des„ Zimmers" nun nicht leerstehen zu lassen, werden darin zur Erläuterung der damaligen Ar-beitsvorgänge allerlei Geräte und Fahrnisse aufgestellt( siehe Abb. 7).So etwa für das Getreide verschiedene Siebe, Meßschaffe, eine ,, Putz-mühle" und eine„ Troadtruhe"; aus der Flachsverarbeitung Brechel,Hechel, Haspel, Spinnrad und Teile eines Webstuhls; zur Futter-gewinnung einige Arten von Futterschneider, Heurechen,-gabeln,Sense, Sichel und Tragkörbe. Man kann zur Milch- und Käseverwer-tung verschiedenste Behälter finden, von der Milchbutte bis zum Käse-kessel, aber auch Arbeitsgeräte und Werkzeuge wie Krauthobel 173),Mohnmörser, Pfundwaage, eine Handpresse und ein„ Hebmand!" zumHochheben von Gebäudewänden, Seilräder, Rückentragen( dabei aucheine„ Ferggl", in der das Heu zum Transport eingeklemmt wird) usf.Gleichfalls sind Gerätschaften zur Feldbestellung ausgestellt, etwahölzerne Pflüge und Eggen, dazu verschiedenes Geschirr für die Zug-treie, und Fahrnisse von der„ Heuschleife" 174) bis zum Leiterwagen.Ebenso Weideglocken und viele andere Gebrauchsgegenstände. Derim Dachgebälk des Giebelfeldes über den beiden Schlafkammern ein-gezogene Oberboden dient schon seit langem als Abstellraum fürmomentan nicht verwendetes Haus- und Arbeitsgerät. Auch da unddort an den Hauswänden übersommern Schlitten und zerlegte Wagen.
Traufseitig tritt man vom„ Aufhaus" auf einen ost- und nord-seitig übereck führenden Umgang mit Trockenstangen, den im ganzenOstalpengebiet gebräuchlichen„ Labgang" 175). An den Ecken ruht erauf den extra dazu weit vorkragenden Schrotköpfen der Hauswand 176).Er ist, wie im Pongau allgemein üblich, einfach ausgeführt 177)( siehe
172) Vgl. Klaar, Anm.( 11), S. 59; Conrad, Anm.( 46), S. 126.173) Das feuchte Klima im Tal begünstigte den Anbau von Kraut. Es gabhier eigene ,, Krautsölden", kleine Gebäude( Silos) in der näheren Umgebung desGehöftes, in denen das geschnittene und eingesalzene Kraut niedergestampfteingewintert war. Vgl. auch Fiala, Anm.( 35), Bildkassette Abb. 27, undAnm.( 51 II), Abb. 133( hier rund aus Lärchenstämmen im Boden eingegraben).174) Mundartlich„ Haschloapf", von gleiten[ Schmeller, Anm.( 16),Bd. II, Sp. 509].
175) Vgl. K. Conrad, Flur, Dorf und Haus in Liefering. In: LieferingerHeimatbuch, Salzburg 1957, S. 56.
176) Diese ca. 65 cm vorgezogenen Eckbalken finden sich auch an der Ost-und Nordseite des Stalles, so daß höchstwahrscheinlich auch hier ein Gang zumTrocknen vorhanden war.
,,... ihre Ausführung
vielleicht klimabedingt
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177)vom einfachenwaagrechten Stangengeländer im Osten( Ennspongau) über verschiedene Formensenkrechter Verstrebung bis zur dichten Bretterverschalung im Westen( Ober-pinzgau) variiert." Conrad, Anm.( 163), S. 136. Vgl. Fiala, Anm.( 51 II),S. 19.
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