Jahrgang 
93 (1990) / N.S. 44
Seite
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Beziehungen aller Bekleidungsarten zur Kultur, was immer darunter gemeintsein mag. In neun Hauptkapiteln wird also dem Wesen und Wandel der Tracht,der Mode, der Bedeutung des Reizes für die Mode, der Modeform in sozialerund nationaler Beziehung, der praktischen Ausführung der Kleider- Mode, dereuropäischen Volkstracht insgesamt, dem Kostüm und der Uniform in Bezie-hung zu Tracht und Mode nachgegangen. Zur Erläuterung der im Text aufge-stellten Thesen zieht die Autorin 77 Abbildungen heran, die durch genaueBildbeschreibungen ergänzt sind. Das Literaturverzeichnis wurde um etlicheaktuelle Titel erweitert, ein Sachregister erleichtert die Benützung des Buches. Die Sprache der Kleidung ist ein anregendes Werk, das sicher zu vielfältigenDiskussionen Anlaß geben und daher empfohlen werden kann.

Margot Schindler

Christa Svoboda, Sieglinde Baumgartner, Vom Böndl zur Goldhaube.Die Haubensammlung des Salzburger Museums(= 145. Sonderausstellungdes Salzburger Museums Carolino Augusteum Volkskundemuseum imMonatsschlößl, Hellbrunn bei Salzburg, 9. Juni bis 14. Oktober 1990). Salz-burg, SMCA, 1990, 72 Seiten, 12 Farbtafeln, zahlr. Abb.

Die wissenschaftliche Aufarbeitung und Dokumentation spezieller Samm-lungsgruppen in Museen ist eine wichtige, wenn auch meist nur in mühevollerDetailarbeit zu bewältigende Aufgabe von Museumskustoden. Die Leiterin derkulturhistorischen Sammlungen des Salzburger Landesmuseums CarolinoAugusteum, Christa Svoboda, hat dieses Jahr, gemeinsam mit Sieglinde Baum-gartner, eine solche Dokumentation vorgelegt, indem sie sich der Bearbeitungder gesamten Haubenbestände dieses Museums widmete. Die Ergebnisse derArbeit mündeten einerseits in eine Sonderausstellung im Monatsschlößl in Hell-brunn und andererseits in der Publikation eines dazugehörigen Ausstellungs-kataloges, der mehr ist als nur eine Begleitveröffentlichung zu einer Ausstel-lung, nämlich ein Bestandskatalog der gesamten Sammlungsgruppe, mit einerKurzbeschreibung sämtlicher vorhandener Objekte. Viele davon, leider nichtalle, sind auch mit einem Foto versehen. Mit den etwa 140 Stücken dieserHaubensammlung ist nur ein Bruchteil der Kopfbedeckungen der Kostüm-sammlungen des Salzburger Museums C. A. berücksichtigt. Neben den Haubenharren noch eine große Zahl von Hüten trachtlicher und modischer Art und dieSpezialsammlung der Kopfbedeckungen der Uniformabteilung einer Bearbei-

tung.

Der Haubenbestand des Carolino Augusteums reicht zeitlich vom 17. Jahr-hundert bis zu den erneuerten Formen unserer Tage, und formal sind die mei-sten österreichischen Haubenformen vertreten, naturgemäß mit einem Schwer-punkt auf den in Salzburg vorkommenden Varianten. Der Katalog beschäftigtsich daher in seinem Aufsatzteil nach allgemeinen Streiflichtern zurGeschichte der Haube und, Streiflichtern zu österreichischen Haubenformen"

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