Hauslandschaft zwischen Vogesen und Hochjura und dem Elsaß und Burgundbereits einen guten Eindruck der Baukultur und der sehr eigenständigen Raum-gefüge und Wohnkultur einer Bauwelt, deren frühestes Objekt ein wohnturm-artiges Steinhaus aus Amancey( Les Plateaux), datiert mit 1660, stammt, wäh-rend die übrigen Bauten aus dem Sundgau( territoire de Belfort) und demfranzösischen Jura zumeist Datierungen des 18. Jahrhunderts tragen. Wer sichfür den Hausbau dieser Landschaften interessiert, bekommt hier bereits vor-treffliche Eindrücke, zumal der kleine Führer mit instruktiven Plänen ausge-stattet ist und man, wie ich feststellen konnte, auch dem Baugefüge in Stein undHolz größte Aufmerksamkeit bei den Übertragungen hat angedeihen lassen.Nicht zuletzt erfreuen die feinen Federzeichnungen mit Ansichten der typischenBauten, die die Hand Jean Garnerets verraten, dann ein Übersichtsplan derGesamtanlage und eines botanischen Gartens der Végétaux Cultivés Comtoisauf dem Rückweg den Benützer und Besucher dieses im Aufbau befindlichenMuseums, auf das wir als französische Seltenheit hinweisen möchten.
Oskar Moser
Günther Binding( Hrsg.), Fachterminologie für den historischenHolzbau Fachwerk- Dachwerk. In Zusammenarbeit mit AnnetteRoggatz(= 38. Veröff. d. Abteilung Architekturgeschichte des Kunsthistori-schen Instituts der Universität zu Köln). Köln 1990, 49 Seiten, 51 Abb.( Zeichnungen, Risse).
Nachdem sich der( Deutsche) Arbeitskreis für Hausforschung( AHF) durchlange Jahre vergebens mit dem Plan zu einem Leitfaden der baukundlichenFachterminologie beschäftigt hat und inzwischen fast jedes kleine Freilicht-museum für seinen Bereich im Museumsführer ein Fach- Wörterverzeichnis auf-genommen hat, man im übrigen auch sonst für solche technischen Wörter-bücher vorgearbeitet hat*), ist man bei einem Fachgespräch im März 1990 amKunsthistorischen Institut der Universität zu Köln unter dem Vorsitz von Prof.G. Binding offenbar kurzerhand zur ersten Abfassung eines solchen Glossa-riums der Fachterminologie für den Fachwerkbau und die damit zusammenhän-genden Dachwerke gekommen. Sicherlich wird dies jedermann im Prinzipbegrüßen, auch wenn man sich in dieser ersten Liste vor allem auf die Fach-werkbauten im( nord) deutschen Raum und die dortigen Dachwerke beschränkthat. Ausdrücklich sagt der Herausgeber:„ Zielsetzung dieses Glossars ist es, diegrundlegenden Fachausdrücke ungeachtet räumlich und örtlich verschiedenerSonderbauweisen(!) aufzuzeichnen und allgemein verbindlich zudefinieren.Aus der volkskundlichen Hausforschung in die Terminologie eingeflossene,
*) Vgl. das treffliche Glossarium von Josef Vařeka, Česko- německý a německo- českýSlovník vybraného názvosloví lidového Domu a Bydlení( Tschechisch- deutsches unddeutsch- tschechisches Wörterbuch ländliches Bauwesen) Ustav pro etnografii a folk-loristiku Československé Akademie věd: Zpravodaj koordinované sitě vědeckýchinformaci pro etnografii a folkloristiku 1977( Praha) příloha 3, 96 pp.
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