Jahrgang 
93 (1990) / N.S. 44
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B. Österreichisches Museum für Volkskunde

Die baubedingte Schließperiode für die Schausammlungen des Museum- Haupt-gebäudes Gartenpalais Schönborn mußte aus budgetären Gründen um ein Jahr ver-längert werden. Eine Teilwiedereröffnung erfolgte am 4. Dezember 1989, nachdemdank einer Sonderfinanzierung des BMWF und nach Umwidmung von Mitteln fürden laufenden Sachaufwand die hierfür erforderlichen Baumaßnahmen dennochdurchgeführt werden konnten. Die Schließzeit der Schausammlungen wurde benutztfür eine grundlegende Reorganisation und wissenschaftliche Bearbeitung der diver-sen Studiensammlungen sowie für die Einführung der elektronischen Datenverar-beitung im Bereich des Verwaltungs- und wissenschaftlichen Dienstes( derzeit 6 PC-Arbeitsplätze und 2 Bibliotheksterminals on- line). Darüber hinaus wurden von derDirektion langwierige Verhandlungen zur Sicherstellung der Restfinanzierung fürden Abschluß der Generalsanierung des Museumshauptgebäudes im Jahre 1990geführt.

Bau- und Sanierungsarbeiten, Beschaffung

Aus zusätzlichen Mitteln des Wiener Altstadterhaltungsfonds konnten die beidenletzten Bauabschnitte der Fassadenrestaurierung( Parkfassade im Bereich des Kin-derspielplatzes und westseitige Feuermauern) abgeschlossen werden. Im Innerenwurden in Hinblick auf die Teilwiedereröffnung der Schausammlungen der gesamteEingangsbereich mit automatisch schließender Windfangtür und der Kassen- undLadenraum( Räume 1 und 15) gänzlich erneuert und umgestaltet. In gleicher Weisekonnten die Schauräume 14, 16, 17 und 20 saniert werden( Begradigung der altenFluchtlinie der Türen, Aufbringen eines Betonestrichs und Natursteinplattenbelag,Einbau neuer Elektro- und Sicherheitsinstallationen). Zusätzlich zu den genanntenRäumen wurden im Erdgeschoß die Räume 3 und 10/11, das Stiegenhaus Raum 2/101 und die Schauräume 102 bis 106 sowie 109 mit einer neuen funktionellenBeleuchtungsanlage ausgestattet. Bei den Umbauarbeiten im Erdgeschoß wurde aufeine behindertengerechte, d. h. stufenlose Ausgestaltung des gesamten Gehberei-ches Bedacht genommen. Überdies haben die hauseigenen Handwerker die Schau-räume 103, 108 bis 111, 115 frisch ausgemalt und die Tür- und Fensteranstricheerneuert. Weiterhin erfolgte durch die Haushandwerker der Ausbau und die Ein-richtung des Dachbodens im Bereich des Direktionstraktes für die Zwecke der Stu-diensammlung für Eisenobjekte, die Einrichtung der Studiensammlungen für Ofen-keramik im Keller, für Graphiken und Handschriften im Raum 116 und für Lederob-jekte in der Außenstelle Mattersburg. Beschaffung von vier PC- Geräten.

Sammlungen und Dokumentation

Die Hauptsammlung verzeichnet einen Zugang von 161 Gegenständen underreicht damit einen Gesamtstand von 74.330 Inventarnummern. Unter den Ankäu-fen sind als größere Erwerbungen eine bemalte Kärntner Truhe von 1740, eine Wie-ner Puppenküche und ein Wachsjesuskind unter Glassturz anzuführen; danebeneine größere Anzahl von Widmungen: z. B. ein Schattentheater( Grasberger), Tex-tilien( Dr. Heẞ- Haberlandt), eine kroatische Tracht( Dr. Kundegraber), Vereins-trachten( D' gmüatlichen Bauern, Wien), Tisch und 4 Stühle( Kauka), Krippenfigu-ren( Dr. Mossler), Schmiedewerkzeug( Hampapa) und Schmuckstücke aus Haaren( Legat Tomschik).

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