Wie in der Bibliothek bestehen die Anwendungsmöglichkeiten des Programms imAusdruck von Karteikarten, eines Journals und einer Suchroutine nach verschiede-nen Kriterien19.
Die für die Objektsammlung und die Photothek erarbeiteten Datensätze( Objekt-erhebungsbögen) enthalten folgende Parameter:
Karteikarte- Objektsammlung
1. Bezeichnung des Museums und des Sammlungstyps( Objektsammlung, Photo-thek, Graphiksammlung, Bibliothek,...)
2. Datum und Uhrzeit des Ausdrucks
3. Datum und Signatur der Eingabe
4. Datum und Signatur der letzten Änderung einer Eintragung
5. Inventarnummer des Objekts
6. Funktionsnummer nach Trachsler( Walter Trachsler, Systematik kulturhistori-scher Sachgüter. Eine Klassifikation nach Funktionsgruppen zum Gebrauch inMuseen und Sammlungen. Bern- Stuttgart, Verlag Paul Haupt, 1981)
Dies ist eine schwierige Frage, welche in unserem Hause viel und kontrovers dis-kutiert wurde und worüber die Diskussion noch nicht abgeschlossen ist. Die Syste-matisierung so komplexer Sammlungen, wie dies kulturhistorische, also volkskundli-che, sind, wo von einem Möbelstück über eine Sense, einen Steinguttopf, Zinnteller,Pferdegeschirr, Gamsbart, Hosenknopf, Bilderrahmen bis hin zu Zimelien derVolkskunst, also von der ausgesprochen singulären Kostbarkeit bis hin zum anony-men Kulturgut, so gut wie alles vertreten ist, ist bis heute unseres Wissens nach nir-gends befriedigend gelöst. Viele Versuche in diese Richtung wurden gemacht, dennjeder verantwortungsbewußte Museumsmann versucht auf seine Weise eine über-schaubare Ordnung in seine Sammlung zu bringen, die, je größer ihr Umfang ist,desto disparater zu sein pflegt.
Hier kann auf die komplizierten Fragen von Systematik und Klassifizierung nichtnäher eingegangen werden. Ich möchte nur in wenigen Sätzen die Systematik nachTrachsler vorstellen und erläutern, warum wir sie trotz mancher Vorbehalte verwen-den. Der Schweizer Museumsmann Walter Trachsler hat auf Grund jahrzehntelan-ger Erfahrungen an den Sammlungen des Schweizerischen Landesmuseums inZürich eine Sachkartei kulturhistorischer Sammlungsgüter erstellt, die er selbst alsein kompetentes Arbeitsmittel im Vor- EDV- Stadium bezeichnet 20. Er ordnete dabeidas Museumsobjekt in seinen vom Gebrauch her gegebenen Kontext ein, denn kul-turhistorische Sammlungen benötigen zur exakten Bestimmung ihrer Objekte einSystem, das ,, die Stellung des Einzelobjekts im Rahmen übergeordneter Bezugsein-heiten definiert" 21. Trachsler entwickelt seine Systematik daher in„ Sachbereicheoberster Ordnung" 22, wie etwa Natur und Umwelt, Individuum und Gemeinschaft,Landwirtschaft, Hauswirtschaft, Handwerk, Gewerbe usw., um diese dann inBedeutungs- und Funktionsgruppen zu untergliedern, welche eine hierarchischeEinstufung der Einzelobjekte in das jeweils größere Bezugssystem ermöglichen. Umdie Nachschlag- und Einordnungsarbeit im Kartensystem oder aber die Suche mit
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